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Reiseverband: Internationale Mobilität schrittweise ermöglichen

10:31
22.02.2021
Die deutschen Reisebüros und -veranstalter haben einen Plan für einen Neustart in der Corona-Pandemie vorgelegt. Der Reiseverband DRV geht dabei davon aus, dass die Menschen trotz vorhandener Impfstoffe noch viele Jahre mit dem Coronavirus werden leben müssen. „Im Mittelpunkt der politischen Überlegungen müssen daher Strategien stehen, die es ermöglichen, Freiheitsbeschränkungen verantwortungsvoll zurückzunehmen und internationale Mobilität wieder schrittweise zu ermöglichen“, erläuterte DRV-Präsident Norbert Fiebig am Montag. Dies sei entscheidend - auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Die Branche setzt neben eigenen Infektionsschutzkonzepten beim Reisen vor allem auf Tests und Impfungen. Notwendig seien möglichst unkomplizierte Coronatest bei der Einreise nach Deutschland. Für Reisende, die aus Risikogebieten, aber nicht aus einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet kommen, sollte ein negatives Testergebnis zur Einreise ausreichen. Die Pflicht zur Selbstquarantäne sollte entfallen.

Speichel- oder Gurgeltests, für die kein medizinisch geschultes Personal notwendig sei, sollten rasch bereitgestellt werden, um zum Beispiel Schulen und Pflegeheime unkompliziert testen zu können. Die Branche fordert zudem mehr Tempo beim Impfen und eine standardisierte und digitale Form des Impfnachweises.

Malte Bürger

UN-Generalsekretär Guterres: Welt versagt bei Impfstoffverteilung

10:09
22.02.2021
UN-Generalsekretär António Guterres hat das Versagen der Welt angeprangert, die ersten zur Verfügung stehenden Impfstoffe gerecht - auch an ärmere Länder - zu verteilen. „Eine Gleichbehandlung mit Impfstoffen ist schlussendlich eine Frage der Menschenrechte“, sagte Guterres am Montag zum Auftakt der Sitzung des UN-Menschenrechtsrats. „Impfnationalismus verweigert diese Rechte.“ Nur zehn Länder hätten 75 Prozent der vorhandenen Impfstoffe verwendet, mehr als 130 Länder hätten noch nicht eine einzige Dosis erhalten. Das sei ein moralisches Versagen, sagte Guterres.

Menschenrechte seien unter Beschuss, weil unter dem Vorwand der Pandemie zivile Rechte eingeschränkt und Kritiker zum Schweigen gebracht würden, sagte Guterres. Neonazis und Rassisten nutzten die Pandemie aus, um sozialen Unfrieden zu schüren und Zulauf zu gewinnen. „Wir brauchen weltweit koordiniertes Vorgehen, um diese große und wachsende Gefahr zu bannen“, sagte er.

Malte Bürger