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20210220180516

Scholz verlangt Öffnungskonzept für nächstes Bund-Länder-Treffen

12:26
20.02.2021
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat für das nächste Corona-Treffen von Bund und Ländern einen Rahmenplan für weitere Lockerungen der Pandemie-Regeln verlangt. „Zur nächsten Konferenz der Bundesregierung mit den Ländern sollte es schon ein Konzept geben“, sagte der SPD-Kanzlerkandidat dem „Mannheimer Morgen“ (Samstag). Dabei müsse „jeder Öffnungsschritt einzeln betrachtet werden“, zunächst bei Kultureinrichtungen wie Museen und dann bei Geschäften. Die nächste Online-Runde von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der 16 Bundesländer soll am 3. März stattfinden.

Zugleich mahnte Scholz aber auch: „Wir dürfen nicht leichtsinnig werden.“ Voraussetzung für jegliche weitere Öffnungsschritte sei, dass die Infektionszahlen dies zuließen. Wichtig sei auch, dass Beschlüsse klar und transparent kommuniziert würden. Wo es Probleme gebe, müsse man die Gründe sehr genau beschreiben.

„Ich habe großes Verständnis für die Frage von Bürgerinnen und Bürgern danach, wann das alles vorbei ist“, sagte der SPD-Politiker. „Deshalb ist es gut, dass wir jetzt erste Öffnungsschritte gehen, beginnend bei den Kitas und Grundschulen.“ Scholz fügte hinzu: „Aber wir müssen unser Handeln am Inzidenzgeschehen ausrichten. Das Virus ist eine Realität, mit der wir uns auseinandersetzen müssen wie mit einer Flutkatastrophe oder einem Vulkanausbruch.“

Patrick Reichelt

Aber nur Händchenhalten: Besuche in englischen Heimen wieder erlaubt

11:55
20.02.2021
Nach dann zwei Monaten im Lockdown dürfen Bewohnerinnen und Bewohner von englischen Pflegeheimen einen ausgewählten Freund oder Verwandten wieder berühren. Vom 8. März an sei Händchenhalten mit einem Kontakt erlaubt, der vorher benannt werden muss und dann regelmäßig zu Besuch kommen darf. Das teilte das Gesundheitsministerium in London am Samstag mit. Umarmungen und Küsse sollen aber vermieden werden. Besucher müssen vor dem Eintritt einen Corona-Schnelltest machen und Mund-Nasen-Schutz tragen. Eine Impfung sei aber keine Voraussetzung, hieß es.

Seit 5. Januar gilt in England ein Lockdown mit weitreichenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Besucher dürfen Heimbewohner seither nur unter freiem Himmel oder hinter einer Scheibe sehen und mussten dabei den Mindestabstand einhalten. Es gab aber Ausnahmen.

Der Schritt zu einer vorsichtigen Öffnung sei Teil der „Roadmap“ von Premierminister Boris Johnson, der an diesem Montag einen schrittweisen Ausstieg aus dem Lockdown verkünden will, betonte das Ministerium. Großbritannien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Europas mit weit mehr als 115 000 Toten.

Patrick Reichelt