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Schweiz will Anti-Corona-Maßnahmen lockern - Läden vor Öffnung

21:12
17.02.2021
In der Schweiz sollen ab 1. März alle Läden, Museen, Zoos und Erlebnisparks wieder öffnen. Im Freien sollen Treffen mit 15 Personen erlaubt sein, stellte die Schweizer Regierung am Mittwoch entsprechende Weichen. Definitiv entscheiden will die Regierung in einer Woche. „Wir haben eine positive Ausgangslage“, sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Damit sei jetzt das Ziel, stufenweise Lockerungen anzugehen. Künftig soll es für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre mehr erlaubte Sport- und Kulturangebote geben. Ab April seien Kultur- und Sportveranstaltungen mit Publikum in eng begrenztem Rahmen wieder denkbar, ebenso Sport in Innenräumen oder die Öffnung von Restaurantterrassen.

Der Gesundheitsminister lobte die Disziplin der Bevölkerung. Deren Verhalten habe zu einer Halbierung der Zahlen binnen Monatsfrist geführt.

Restaurants sollen allerdings geschlossen bleiben. Auch die Pflicht zum Homeoffice werde aufrecht erhalten, hieß es. Bei günstiger epidemiologischer Entwicklung und höherer Durchimpfungsrate sollen jeweils zu Monatsbeginn weitere Lockerungen in Kraft treten, „um dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben wieder mehr Raum zu geben“, hieß es. Es gelten die bekannten Hygieneregeln wie die Begrenzung der Zahl der Kunden und Maskenpflicht. Wesentlicher Teil der Strategie sei auch eine Vielzahl von Tests, um gerade auch die asymptomatischen Fälle einer Corona-Infektion zu erkennen.

Wichtige Kriterien zur Beurteilung der Infektionslage seien der Anteil der positiven Fälle unter den Getesteten, der unter fünf Prozent liegen soll. Die Auslastung der Intensivpflegeplätze mit Covid-19-Patienten soll weniger als 25 Prozent betragen. Die durchschnittliche Reproduktionszahl über die letzten 7 Tage soll höchstens 1 sein. Zuletzt lag der Wert bei 0,88 und damit minimal höher als in Deutschland.

Michael Rabba

Wegen Virusvariante: Nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Flensburg

21:04
17.02.2021
Wegen des starken Corona-Infektionsgeschehens gelten für Flensburgs Einwohner von Samstag an eine Woche lang nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Sie betreffen die Zeit von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch in Kiel ankündigte. Zudem sind in der Fördestadt vorerst private Treffen untersagt. Beide Regelungen gelten zunächst für eine Woche, mit der Option einer Verlängerung um weitere sieben Tage.

In fast allen Regionen Schleswig-Holsteins gingen die Infektionszahlen zurück, sagte Günther. „Wir haben aber eine Sonderlage in der Stadt Flensburg und dem Kreis Schleswig-Flensburg.“ Vor allem die Infektionszahlen in der Stadt Flensburg gäben „Anlass zu großer Sorge“.

Michael Rabba

Corona-Inzidenz steigt in Hamburg leicht - Senatorin sieht Pendler als Ursache

19:59
17.02.2021
Trotz des andauernden Lockdowns ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hamburg wieder gestiegen. Die Gesundheitsbehörde meldete am Mittwoch 237 neue Fälle. Das waren 86 mehr als am Dienstag und 18 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche - erhöhte sich auf 68,1. Am Vortag hatte dieser Wert bei 67,1 gelegen, am Mittwoch vor einer Woche bei 68,4. Der Senat will die harten Maßnahmen zur Corona-Eindämmung erst lockern, wenn die Inzidenz unter 35 sinkt.

Michael Rabba