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20210216112949

Althusmann nennt Lockerungen zu Ostern als Ziel

10:50
16.02.2021
 In der Debatte um mögliche Lockerungen der Corona-Regeln zu Ostern hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann für eine Perspektive für den Tourismus geworben. „Es sollte unser Ziel sein, Ostern Lockerungen zu ermöglichen – uns allen würde der Ausblick auf wieder mögliche Urlaubsreisen zweifellos guttun“, sagte der CDU-Politiker der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). Prognosen zur Entwicklung der Infektionszahlen hätten nur eine sehr kurze Halbwertszeit. In der nächsten Bund-Länder-Runde am 3. März sollten aber „Aussagen über den Neustart der Tourismusbranche in Deutschland getroffen werden“.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte sich zuvor zurückhaltender geäußert. Für eine Festlegung zum Thema Osterurlaub sei es noch zu früh. „So gerne ich den an einer Reise Interessierten und dem Beherbergungsgewerbe Orientierung geben würde - definitive Aussagen sind leider noch nicht möglich“, sagte Weil am Montag.

Sarah Haferkamp

Deutlich mehr Spenden in Deutschland im Corona-Jahr

10:15
16.02.2021
Die Menschen in Deutschland haben im Corona-Jahr 2020 deutlich mehr Geld gespendet als früher. Das geht aus der Bilanz des Deutschen Spendenrats vom Dienstag hervor. Mit 5,4 Milliarden Euro sei das Spendenniveau im Vergleich zu 2019 um rund fünf Prozent gewachsen, teilte der Verband mit. Der Spendenrat ist der Dachverband von rund 70 gemeinnützigen Organisationen. Die „Bilanz des Helfens“ gibt es seit 2005. Sie wird vom Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag des Spendenrats erstellt. Besonders großzügig zeigten sich Spender demnach 2020 während der beiden Lockdowns, besonders in der ohnehin schon spendenstarken Vorweihnachtszeit.

Sarah Haferkamp

Reise-Schlupfloch trotz Corona: Iren buchen Arzttermine im Ausland

09:28
16.02.2021
Trotz eines Urlaubsverbots wegen der Corona-Pandemie sind Medienberichten zufolge Tausende Iren ins jüngster Zeit ins Ausland geflogen. Dafür nutzen sie ein Schlupfloch in der Gesetzgebung: Reisen sind erlaubt, wenn sie gesundheitlich notwendig sind. Nun hätten zahlreiche Menschen Zahnarzttermine etwa in Spanien gebucht, berichtete das Internet-Portal „Politico“ am Dienstag. Dem Sender RTÉ Radio sagte eine Zahnarzthelferin auf der spanischen Kanaren-Insel Teneriffa, ihre Praxis erhalte täglich fünf bis sieben Terminanfragen von Iren, oft jungen Pärchen.

Normalerweise seien die Patienten ältere europäische Reisende, sagte sie. Diese Buchungswelle sei neu - und viele nähmen ihren Termin nicht wahr. „Da sie nicht auftauchen, haben wir begriffen, dass das nur eine Ausrede für einen Urlaub ist. Sie nehmen Menschen Termine weg, die sie brauchen und Schmerzen haben“, sagte sie. Wie „Politico“ berichtete, lehnen mehrere Praxen auf den Kanaren mittlerweile irische Patienten ab oder verlangen Vorkasse.

Der irischen Polizei sind die Hände gebunden. Zwar seien bereits gegen Hunderte Menschen Geldstrafen von 500 Euro verhängt worden. Die Polizei hat aber kein Recht, die Reisenden an der Ausreise zu hindern, wenn sie Terminbestätigungen vorzeigen können. Weitere Ziele waren unter anderem Barcelona, die Türkei und Marokko. Die Behörden planen nun, die Geldstrafen deutlich auf 2000 Euro zu erhöhen. Polizeichef Drew Harris warnte Reisende, dass sie bei einem Verstoß gegen die Corona-Regeln verhaftet werden können.

Sarah Haferkamp