Letztes Update:
20210215132356

Luftverkehr will weitere finanzielle Unterstützung

12:56
15.02.2021
Die in der Corona-Krise gebeutelte Luftverkehrsbranche verlangt von der Politik mehr finanzielle Hilfen und trotz der abgestürzten Nachfrage einen weiteren Ausbau der Infrastruktur. Politisch müssten Wettbewerbsnachteile für inländische Flughäfen und Fluggesellschaften verhindert werden, erklärte der Branchenverband BDL am Montag in Berlin.

In den 14 BDL-Kernforderungen für die kommende Legislaturperiode finden sich vielfältige Finanzierungswünsche und Vorschläge zur Kostenentlastung durch die öffentliche Hand. So müsse der Bund auch im kommenden Jahr das Eigenkapital der bundeseigenen Flugsicherung stärken und zudem die Luftsicherheitskosten vollständig übernehmen. Zur Verringerung des CO2-Ausstoßes schlägt der BDL Subventionen zur Anschaffung neuer, sparsamer Flugzeuge vor und will die deutsche Ticketsteuer allein zur Finanzierung alternativer Kraftstoff-Technologien nutzen.

Max Seidenfaden

Britische Variante in Neuseeland: Auckland in dreitägigem Lockdown

12:40
15.02.2021
 Nach dem Auftauchen der britischen Variante des Coronavirus ist Neuseelands größte Stadt Auckland am Montag in einen dreitägigen Lockdown gegangen. Am Wochenende waren drei Menschen positiv getestet auf die Variante worden. Bei den Infizierten handelte es sich um Mitglieder einer einzigen Familie im Süden der Millionenstadt, wie neuseeländische Medien berichteten. Nun sollen Massentests durchgeführt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Nach einem Bericht des „New Zealand Herald“ gingen in Auckland Dutzende Menschen vor dem Büro von Ministerpräsidentin Jacinda Ardern auf die Straße, um gegen die Maßnahmen zu protestieren. Ardern hatte am Sonntag um Verständnis für die neuen Einschränkungen gebeten.

Wegen extrem strenger Maßnahmen und genauer Kontaktverfolgungen ist Neuseeland mit seinen gut fünf Millionen Einwohnern bislang sehr glimpflich durch die Krise gekommen. Der Inselstaat ist schon lange zu einer weitgehenden Normalität zurückgekehrt. So gibt es auch wieder voll besetzte Stadien ohne Maskenpflicht.

Max Seidenfaden

Lange Lastwagen-Staus an tschechisch-deutscher Grenze

12:25
15.02.2021
Vor den Autobahn-Grenzübergängen nach Deutschland haben sich in Tschechien kilometerlange Staus gebildet. Die Bundesregierung hatte das Nachbarland zum Virusvariantengebiet erklärt und stationäre Grenzkontrollen wiedereingeführt. Auf der Autobahn E55/D8 Prag-Dresden stauten sich die Lastwagen am Montagvormittag bis nach Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) zurück. Die Polizei regulierte die Einfahrt in die Tunnel. Auf der E50/D5 in Richtung Nürnberg bildete sich vorübergehend eine mehr als 20 Kilometer lange Lkw-Kolonne. Das ging aus den Angaben der Autobahnverwaltung und des Verkehrsfunks hervor.

Tschechien mit seinen Zulieferern gilt auch als „verlängerte Werkbank“ für viele deutsche Unternehmen. Seit Sonntag dürfen aus dem Nachbarland nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Gesundheitspersonal, Lastwagenfahrer und sonstiges Transportpersonal im Güterverkehr. Sie müssen sich digital anmelden und an der Grenze einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Die tschechischen Behörden haben daher die Kapazitäten der Testzentren im Grenzgebiet erhöht und mithilfe der Feuerwehr zusätzliche Abstrichstellen eingerichtet.

Max Seidenfaden