Letztes Update:
20210214155859

Trotz neuer Corona-Hotspots fürchtet Land keine dritte Welle

14:56
14.02.2021
Die Landkreise Wesermarsch und Vechta sind neue Corona-Hotspots - dennoch befürchtet das Gesundheitsministerium keine steigenden Fallzahlen in ganz Niedersachsen. Das Infektionsgeschehen im Landesdurchschnitt sei weiterhin rückläufig, sagte Ministeriumssprecher Oliver Grimm in Hannover der Deutschen Presse-Agentur. So lag der Sieben-Tages-Wert der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner am Sonntag bei 62,2 - eine Woche zuvor waren es noch 70,3, wie aus den Daten des Landesgesundheitsamtes hervorgeht. Lockerungen stehen ab einem Wert von 35 an. Dem Sprecher zufolge gibt es bisher keine belastbaren Anhaltspunkte dafür, dass Niedersachsen in besonderer Weise vom Auftreten der vermutlich ansteckenderen Mutationen des Virus betroffen sei.

Malte Bürger

G7-Treffen: Johnson will für gemeinsame Impfstoff-Verteilung werben

14:01
14.02.2021
Bei seinem ersten Video-Gespräch als Vorsitzender der G7 will der britische Premierminister Boris Johnson die anderen Staats- und Regierungschefs zu engerer Zusammenarbeit bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen aufrufen. Gemeinsam solle ein neuer, globaler Ansatz verfolgt werden, um der „nationalistischen und spaltenden Politik“ ein Ende zu setzen, die anfangs die Reaktion auf das Coronavirus beeinträchtigt habe, teilte die britische Regierung in der Nacht zum Sonntag in London mit.

Das Online-Treffen der G7 sei für den kommenden Freitag (19. Februar) geplant. Großbritannien hat in diesem Jahr den Vorsitz der Gruppe sieben führender Wirtschaftsmächte inne.

Johnson werde darauf hinweisen, dass der Schutz der eigenen Bürger nicht auf Kosten einer einheitlichen Reaktion erfolgen dürfe, betonte die Regierung. „Die ersten zwölf Monate der Pandemie haben gezeigt, dass kein Land sicher sein kann, bis jedes Land sicher ist.“ Die Einführung von Impfstoffen biete eine neue Gelegenheit, den Wert internationaler Zusammenarbeit zu demonstrieren.

„Quantensprünge in der Wissenschaft haben uns die Impfstoffe ermöglicht, die wir brauchen, um diese Pandemie endgültig zu beenden“, sagte Johnson der Mitteilung zufolge. Nun trügen die Regierungen die Verantwortung, diese Impfstoffe mithilfe weltweiter Kooperation bestmöglich zu nutzen. „Ich hoffe, dass 2021 als das Jahr in Erinnerung bleibt, in dem die Menschheit wie nie zuvor zusammengearbeitet hat, um einen gemeinsamen Feind zu besiegen.“

Jan-Felix Jasch