Letztes Update:
20210214121939

Studie: 700 000 britische Selbstständige geben in Lockdown auf

12:10
14.02.2021
Wegen des derzeitigen Lockdowns haben in Großbritannien einer Studie zufolge etwa 700 000 Selbstständige aufgegeben. Das entspreche etwa jedem Siebten und sei ein Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zum ersten Lockdown im Frühling, teilte die Denkfabrik Resolution Foundation am Sonntag mit. Die Corona-Pandemie habe die Lebensstandards stark beeinträchtigt: Mehr als zwei von fünf Selbstständigen hätten Einnahmeeinbußen von mehr als 25 Prozent zu verzeichnen, Hilfsmaßnahmen der Regierung erreichten viele nicht.

„Die Regierung sollte die Zulassungskriterien für die Unterstützung erweitern, um denjenigen zu helfen, die bisher ausgeschlossen wurden“, forderte die Finanzexpertin des Thinktanks, Hannah Slaughter. Zur Gegenfinanzierung könne die Regierung unter anderem zu hohe Zuschüsse für Arbeitnehmer in der Pandemie zurückfordern.

Resolution Foundation setzt sich vor allem für eine Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ein. Seit Wochen gilt in Großbritannien zum wiederholten Mal ein Lockdown mit weitreichenenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen.

Jan-Felix Jasch

Grüne wollen Suche nach Corona-Mutanten ausweiten

11:10
14.02.2021
Die Verbreitung der mutierten Corona-Varianten in Niedersachsen muss nach Einschätzung der Grünen dringend besser erfasst werden. Mindestens jede zehnte positive Corona-Probe müsse auf mögliche Mutanten hin untersucht werden, heißt es in einem Antrag, den die Fraktion am Mittwoch in den Landtag einbringen will.

Bisher sei über die Ausbreitung zu wenig bekannt, sagte die Grünen-Gesundheitspolitikerin Meta Janssen-Kucz der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Lockerungen - etwa für Schulen, Kitas und Kultureinrichtungen - könnten jedoch nur gelingen, „wenn wir die Coronaviren stärker unter Kontrolle bekommen und Vorsorge vor steigenden Infektionen treffen“.

Die Grünen fordern deswegen auch mehr Corona-Tests, vor allem im Arbeitsumfeld und möglichst bald mit Schnelltests, die jeder ohne Arztbesuch selbst anwenden kann. Außerdem müsse der Stufenplan der Landesregierung, der abhängig von den Infektionszahlen Lockerungen oder Verschärfungen vorsieht, wissenschaftlich begleitet werden. Die Details des Antrags stellt die Fraktion am Montag (13 Uhr) vor.

Jan-Felix Jasch

Steigende Corona-Werte in Italien: Verschärfungen in einigen Regionen

10:34
14.02.2021
Wegen steigender Corona-Zahlen hat Italien in mehreren Regionen die Bewegungsfreiheit stärker als bisher eingeschränkt, etwa in der Toskana und in Ligurien. Außerdem betroffen sind die Region Abruzzen in Mittelitalien und die Alpenprovinz Trentino. Die verschärften Regeln gelten seit Sonntag. Im Anti-Corona-Kampf hat die Regierung in Rom schon vor Monaten eine Einteilung des Landes in Risikozonen eingeführt mit unterschiedlich strengen Sperren.

In den vier jetzt zu sogenannten Orangen Zonen hochgestuften Gebieten mussten Restaurants und Bars wieder für Gäste schließen. Nur Außer-Haus-Verkauf ist erlaubt. Außerdem sollen die Bürger dort in der Regel ihre Städte und Gemeinden nicht verlassen. Die Verschärfung gilt zunächst für 15 Tage, wie das Gesundheitsministerium in Rom am Samstag mitgeteilt hatte.

Der große Teil des 60-Millionen-Einwohner-Landes gehört weiter zu den Gelben Zonen mit moderaten Beschränkungen. Dabei herrscht in ganz Italien eine nächtliche Ausgangssperre ab 22.00 Uhr. Ein Reiseverbot über Regionalgrenzen hinweg hatte die Regierung kürzlich bis 25. Februar verlängert. Ausnahmen gelten für die Arbeit und in Notfällen.

Jan-Felix Jasch