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Friseure: Umsatzeinbruch und weniger Beschäftigte in Corona-Krise

08:59
12.02.2021
 Die Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie treffen das Friseurhandwerk hart. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Freitag sank der Umsatz der Betriebe in den ersten drei Quartalen 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,8 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich um 4,3 Prozent.

Seit Mitte Dezember 2020 waren Friseursalons wieder im Lockdown. Nach gut zehn umsatzlosen Wochen dürfen sie nach den Bund-Länder-Beschlüssen ab 1. März bei strikter Einhaltung von Hygieneauflagen wieder öffnen.

Den zusätzlichen Aufwand der Friseurbetriebe für Hygiene und Infektionsschutz bekommen auch die Kunden zu spüren. Sie mussten im Anschluss an den ersten Lockdown im Mai 2020 für Haarschnitte und Co. 5,4 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahresmonat. Im September 2020 lagen die Preise um 6,3 Prozent über denen des Vorjahresmonats, trotz des zum 1. Juli 2020 für ein halbes Jahr gesenkten Mehrwertsteuersatzes. Ein weiterer Grund für die Preiserhöhungen dürfte nach Einschätzung der Wiesbadener Behörde auch der Anstieg der Mindestlöhne im Januar 2020 gewesen sein.

Max Seidenfaden

Ärzte kritisieren Corona-Impfreihenfolge

08:14
12.02.2021
Niedersachsens Hausärzte protestieren scharf gegen die Corona-Impfverordnung. Viele Hausärzte und Fachärzte ärgerten sich darüber, dass sie weiter nicht vorrangig geimpft würden, Beschäftigte des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung mit direkten Patientenkontakten aber schon, berichtete die „Braunschweiger Zeitung“ (Freitag). Die Impfverordnung sei ein Skandal, sagte Carsten Gieseking, Chef des Landesverbands Braunschweig des Deutschen Hausärzteverbandes.

Die etwa 5000 Hausärzte in Niedersachsen stünden „in der ersten Reihe“, sagte Gieseking. Er betonte: „Wir machen Hausbesuche, gehen in die Altenheime, die Menschen kommen in unsere Praxen.“ Sieben von acht Corona-Patienten würden ambulant von Hausärzten versorgt.

Max Seidenfaden