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20210211122037

Corona-Infektionen in Niedersachsen gehen zurück

11:04
11.02.2021
 Niedersachsens Corona-Krisenstab sieht in den aktuellen Fallzahlen einen positiven Trend. „Wir haben weiter zurückgehende Gesamtzahlen“, sagte Krisenstabsleiter Heiger Scholz am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Der Sieben-Tage-Wert liege landesweit bei 65,3 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Bund und Länder hatten sich tags zuvor darauf verständigt, dass der Lockdown erst bei einem stabilen Wert unter 35 gelockert werden soll - frühestens aber zum 8. März.

Das Landesgesundheitsamt meldete im Vergleich zum Vortag 1079 neue Corona-Fälle und 42 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Das waren jeweils etwas weniger als am Donnerstag der Vorwoche (1215 Infektionen/63 Todesfälle).

Die Regionen sind allerdings unterschiedlich stark betroffen. In sieben Landkreisen und kreisfreien Städten lag der Sieben-Tage-Wert über 100, am höchsten im Kreis Vechta mit 183,5. Dagegen lagen 13 Regionen bereits unter der sogenannten Inzidenz von 35.

Max Seidenfaden

Infektionsmediziner: Verlängerung der Corona-Auflagen angemessen

10:43
11.02.2021
Die am Mittwoch beschlossene Verlängerung der Corona-Auflagen ist nach Ansicht des Erlanger Infektionsimmunologen Christian Bogdan „grundsätzlich sinnvoll, notwendig und angemessen“. Das gelte mit Blick auf die Lage in Deutschland ganz unabhängig von den viel diskutierten Virusvarianten - von denen es ohnehin sicherlich wesentlich mehr gebe als die derzeit häufig genannten drei (britische, südafrikanische und brasilianische), sagte der Direktor des Instituts für Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene an der Universitätsklinik Erlangen. Er ist Mitglied der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI) und der Nationalen Akademie für Wissenschaften Leopoldina.

Bei der Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) befinde sich Deutschland noch nicht im grünen Bereich. „Auch ist klar, dass bei dem derzeit relativ strengen Winter Öffnungen aller Geschäfte und der Gastronomie in erster Linie zu einer Ansammlung der Menschen in geschlossenen Räumen führen würde, was der zentrale Schlüsselfaktor für die Virusweitergabe ist“, erklärte Bogdan.

Max Seidenfaden

Nach Corona-Gipfel: Handel wirft Politik Wortbruch vor

09:43
11.02.2021
Nach der Entscheidung von Bund und Ländern zur Verlängerung des Corona-Lockdowns hat der Handel der Politik Wortbruch vorgeworfen. „Die Politik hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht und bleibt in dieser für uns alle dramatischen Situation den vor Wochen versprochenen Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown schuldig“, klagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in Berlin. Viele Einzelhändler bringe das in eine ausweglose Lage.

Jeder durch den Lockdown verlorene Verkaufstag kostet die Einzelhändler laut HDE Umsätze in Höhe von rund 700 Millionen Euro. „Viele Händler wissen nicht mehr, wie es weitergehen soll. Die Situation ist oft aussichtslos: Keinerlei Planungssicherheit, kein Licht am Ende des Tunnels und nach wie vor unzureichende staatliche Unterstützung“, klagte Genth. Der Umgang der Politik mit den rund 200 000 vom Lockdown betroffenen Handelsunternehmen sei unangemessen und unverständlich.

Scharf kritisierte der HDE auch an die Festlegung einer neuen Inzidenzzahl von maximal 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche als Voraussetzung für die Wiedereröffnung der Geschäfte. Die Grenze erscheine willkürlich. Notwendig seien abgestufte Verfahren, die bereits bei höheren Zahlen Öffnungen mit strengeren Hygienevorgaben oder auch den Einkauf mit vorheriger Terminvereinbarung möglich machten.

Max Seidenfaden