Letztes Update:
20210210210843

Studie: Mehr Infektionen nach "Querdenken"-Demos

10:18
10.02.2021
Die "Querdenken"-Demonstrationen im November 2020 sollen eine stärkere Verbreitung des Coronavirus in Deutschland verursacht haben. Das teilt das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ZEW in einer Pressemitteilung mit. In einer aktuellen Studie des ZEW in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität zu Berlin wurden die Auswirkungen zwei großer Kundgebungen auf die Sieben-Tage-Inzidenz bis Ende Dezember analysiert.
Es wurde untersucht, wie viele Infektionen es in den Landkreisen gab, aus denen die Demonstranten in Leipzig am 7. November und in Berlin am 18. November eingereist sind. Dafür wurden Daten eines Busunternehmens genutzt, die sich auf die Beförderung der Demonstrationen spezialisiert hat.
Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg demnach deutlich stärker in den Landkreisen, bei denen es eine solche Verbindung gegeben hat. 16.000 bis 21.000 Infektionen hätten laut Schätzung der Wissenschaftler vermieden werden können.

Jean-Pierre Fellmer

Corona-Warn-App gibt es jetzt auch für ältere iPhone-Modelle

09:32
10.02.2021
Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes kann nun auch von Besitzern der älteren iPhone-Modelle 5s und 6 genutzt werden. Die neuste Version steht seit Mittwoch im App-Store von Apple zum Herunterladen bereit. Es kann allerdings mehrere Stunden lang dauern, bis die aktualisierte App für alle iPhone-Nutzer sichtbar wird.

Das Robert Koch-Institut (RKI), das die Corona-Warn-App des Bundes offiziell herausgibt, kommt mit der neuen Version 1.12 der Forderung nach, die Nutzung der Tracing-App auch den Besitzern von älteren Smartphones zu ermöglichen. In Deutschland sind schätzungsweise noch 1,7 Millionen ältere Apple-Smartphones aktiv, auf denen nicht das bislang notwendige Betriebssystem iOS 13 oder 14 laufen kann. Die aktuelle Version der App gibt sich nun auch mit iOS 12.5 zufrieden, das auch auf dem iPhone 5s oder 6 läuft.

Jean-Pierre Fellmer

Nach Astrazeneca-Stopp: Südafrika will mit Johnson & Johnson impfen

09:00
10.02.2021
Nachdem Südafrika die geplanten Astrazeneca-Impfungen vorübergehend gestoppt hat, will das Land stattdessen mit dem noch nicht zugelassenen Johnson & Johnson-Wirkstoff weitermachen. Dieser werde in einer sogenannten Durchführungsstudie verabreicht, teilte Südafrikas Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Mittwoch mit. In der geplanten ersten Phase der Impfkampagne sollen rund 1,25 Millionen Gesundheitsmitarbeiter geimpft werden.

Jean-Pierre Fellmer