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Russlands Corona-Totenzahl 2020 mehr als doppelt so hoch wie bekannt

18:42
08.02.2021
Die Zahl der Corona-Toten in Russland ist nach Angaben des nationalen Statistikamtes Rosstat mehr als doppelt so hoch wie offiziell angegeben. Allein im Jahr 2020 sind mehr als 162 000 Russen mit dem Virus gestorben, wie die Behörde am Montag mitteilte. Auf der offiziellen Corona-Seite der Regierung war am selben Tag hingegen von 77 068 Toten seit Beginn der Pandemie die Rede. Dort werden lediglich Fälle aufgelistet, bei denen Covid-19 als Todesursache bestätigt wurde. An dieser Zählweise hat es immer wieder Kritik gegeben.

Insgesamt starben in Russland im vergangenen Jahr fast 18 Prozent mehr Menschen als im Jahr 2019, wie Vizeregierungschefin Tatjana Golikowa der Agentur Interfax zufolge sagte. Laut Statistikamt schrumpfte die russische Bevölkerung 2020 so stark wie seit 15 Jahren nicht mehr.

Russland hatte zuletzt mit Verweis auf eine verbesserte Lage verschiedene Corona-Einschränkungen gelockert. In der Hauptstadt Moskau etwa erlaubte Bürgermeister Sergej Sobjanin nach wochenlangen Verboten die Öffnung von Nachtclubs und nächtlicher Gastronomie. Auch eine größere Auslastung in Theatern, Kinos und Konzertsälen wurde genehmigt. Zudem dürfen Kinder wieder in die Schulen und Studenten wieder in die Universitäten.

Michael Rabba

Antrag stellen: Anschlussreha bei Post-Covid-Syndrom

18:16
08.02.2021
Viele Menschen in Deutschland, die an Covid-19 erkrankt waren, leiden noch lange unter gesundheitlichen Folgen. Oft führt das dazu, dass die Betroffenen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt arbeiten können.

Rentenversicherte können in dem Fall eine Anschlussrehabilitation (AHB) der Deutschen Rentenversicherung beantragen. Diese Reha folgt unmittelbar auf eine Krankenhausbehandlung. Die Anträge würden beschleunigt bearbeitet, erklärt die Rentenversicherung.

Antragsformulare gibt es auf ihrer Homepage (www.deutsche-rentenversicherung.de) unter dem Menüpunkt „Reha“. Das Servicetelefon ist unter der Nummer 0800 1000 4800 zu erreichen. Auch Sozialdienste der Akutkrankenhäuser helfen bei der Antragstellung.

Das von Ärzten Post-Covid-Syndrom genannte Beschwerdebild umfasst zum Beispiel anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung, Herzprobleme, Konzentrationsschwäche, Luftnot und Depressionen. Zu einer Behandlung können in so einem Fall unter anderem Kranken- und Atemgymnastik oder Ausdauer- und Krafttraining gehören.

Michael Rabba