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Von der Leyen verteidigt EU-Impfstoff-Beschaffung

11:45
06.02.2021
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die scharfe Kritik an der europäischen Beschaffung von Corona-Impfstoffen zurückgewiesen. „Ja, es dauert vielleicht länger, Entscheidungen zu 27 zu treffen als allein“, räumte von der Leyen in einem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ ein. Und Deutschland und andere Staaten hätten den Impfstoffkauf aus ihrer Sicht auch alleine schaffen können - aber mit möglichen Folgen für die Einheit Europas, Binnenmarkt und Wohlstand. „Das wäre an die Grundfeste Europas gegangen“, warnte die CDU-Politikerin.

Von der Leyen wird vor allem in Deutschland heftig dafür kritisiert, dass zu wenig Corona-Impfstoff zur Verfügung steht und nur langsam geimpft werden kann. Die Kommissionschefin räumte Verzögerungen ein. Doch seien in Deutschland immerhin schon fast drei Millionen Impfstoffdosen verabreicht worden. Täglich seien es aktuell mehr als 105 000 Impfungen, also im Schnitt alle 0,8 Sekunden eine. „Das ist noch lange nicht genug. Aber es ist auch keine ganz kleine Zahl.“ In den nächsten Monaten soll die Impfstoffmenge sehr stark zunehmen.

Max Seidenfaden

NFL bietet Regierung Football-Stadien für Corona-Impfungen an

10:53
06.02.2021
 Der US-Verband NFL bietet der Regierung im Kampf zur Eindämmung der Corona-Pandemie alle Football-Stadien zur Nutzung als große Impfzentren an. Sieben Stadien würden bereits für Impfungen genutzt, künftig stünden bei Bedarf auch alle anderen bereit, erklärte der Chef der National Football League (NFL), Roger Goodell, am Freitag in einem Brief an Präsident Joe an. Dies sei mit den 32 Mannschaften der NFL abgestimmt. Weil viele Stadien bereits als Corona-Testzentren und Wahllokale angeboten oder genutzt wurden, könnte dies leicht umgesetzt werden, wie Goodell schrieb.

Biden macht bei der zunächst schleppend angelaufenen Impfkampagne großen Druck. Am Freitag kündigte die Regierung an, auch mehr als 1000 Soldaten der Streitkräfte als Personal in große Impfzentren zu schicken. In den USA, einem Land mit 330 Millionen Einwohnern, erhielten bislang rund 29 Millionen Menschen die erste Impfung, 7,5 Millionen Menschen haben bereits beide Dosen bekommen, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Fast 60 Millionen Dosen Impfstoff wurden bereits an die Bundesstaaten ausgeliefert.

Max Seidenfaden

Weil fordert deutschlandweiten Stufenplan für mögliche Lockerungen

10:18
06.02.2021
Eine baldige Lockerung der Corona-Regeln ist nach Einschätzung von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nicht in Sicht. „Wir werden über den 14. Februar hinaus noch deutliche Einschränkungen haben“, sagte er in einem Interview des Nachrichtenportals „t-online“ (Samstag). „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es zu relevanten Öffnungsschritten kommen wird.“

Mit Blick auf das Treffen der Ministerpräsidenten und -präsidentinnen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Mittwoch forderte er einen bundeseinheitlichen Stufenplan. „Das hatten wir auch so vereinbart“, so der SPD-Politiker. „Ich habe derzeit aber nicht den Eindruck, dass daran sonderlich intensiv gearbeitet wird, der Bund übt sich da noch in Zurückhaltung.“ Nach wie vor liege kein einheitlicher Vorschlag auf dem Tisch. „Ich erwarte aber, dass wir in der Bund-Länder-Runde Klartext reden und möglichst zeitnah beschließen, nach welchen Regeln bundeseinheitlich eine Lockerungsphase eingeleitet würde“, so Weil. „Einen Sonderweg würden wir in Niedersachsen nur gehen, wenn es sich wirklich nicht vermeiden lässt.“

Max Seidenfaden

Steinmeier: Zugang zu Kitas und Schulen „besonders bedeutsam“

09:36
06.02.2021
 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich dafür ausgesprochen, bei Lockerungen der Corona-Maßnahmen besonders an Schulen und Kitas zu denken. „Die Grundrechte einzuschränken, ist keine Kleinigkeit, und ihre Ausübung wiederherzustellen, ist die Pflicht der Politik, sobald die Infektionslage das zulässt“, sagte Steinmeier der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Dabei halte ich den Zugang zu Kitas und Schulen für besonders bedeutsam.“

Mit Blick auf die Zeit nach Corona sagte Steinmeier: „In der Pandemie nehmen wir aus guten Gründen Rücksicht auf die Älteren, aber nach der Pandemie müssen wir uns als Gesellschaft den Jüngeren besonders verpflichtet fühlen“, sagte Steinmeier. „Die Jugend ist eigentlich eine Zeit des Aufbruchs, aber in der Pandemie ist das Leben ungeheuer eng geworden.“

Max Seidenfaden