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Corona-Schäden lassen Gewinn von Versicherer Talanx einbrechen

07:42
05.02.2021
Hohe Schäden durch die Corona-Krise haben beim Versicherungskonzern Talanx im abgelaufenen Jahr deutlich am Gewinn gezehrt. Unter dem Strich stand nach vorläufigen Zahlen ein Überschuss von 673 Millionen Euro und damit 27 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mit Marken wie HDI und Neue Leben am Freitag in Hannover mitteilte. Vorstandschef Torsten Leue hatte zuletzt einen Überschuss von deutlich mehr als 600 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Ohne die Belastungen durch die Pandemie hätte Talanx das Rekordergebnis des Vorjahres übertroffen, hieß es.

In dem Ergebnis schlägt sich auch der Gewinneinbruch beim weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück nieder, an dem Talanx gut die Hälfte der Anteile hält. Insgesamt summierten sich die coronabedingten Schäden den Angaben zufolge auf 1,5 Milliarden Euro. Die Brutto-Prämieneinnahmen stiegen hingegen um gut vier Prozent auf 41,1 Milliarden Euro. Im neuen Jahr will Leue den Gewinn des im SDax gelisteten Talanx-Konzerns wieder nach oben treiben. Wie bereits im Herbst angekündigt, peilt er für 2021 einen Überschuss von 800 bis 900 Millionen Euro an.

Anna Zacharias

Trotz Problemen: Moskau macht Impfstoff Sputnik V zum Exportschlager

07:20
05.02.2021
Das mittlerweile auch in Deutschland von vielen Impffreunden herbeigesehnte russische Präparat Sputnik V wird in Moskau sogar schon beim Shoppen oder in der Oper verabreicht. Wer nicht anstehen will für den Impfstoff mit einer Wirksamkeit von mehr als 91 Prozent gegen das Coronavirus, kann sich auch in einer Poliklinik einen Termin geben lassen. Wartezeit? Nur wenige Tage. Altersbeschränkungen? Keine. Auch Deutsche bekommen Sputnik V in Moskau und müssen etwa in der GMS-Klinik nur den Reisepass vorlegen.

Eine Ärztin untersucht Nase und Rachen, hört die Lunge intensiv ab. Sie informiert über mögliche Nebenwirkungen wie Kopfweh und leicht erhöhte Körpertemperatur – und gibt dann das OK für die Spritze, die das Pflegepersonal aufzieht und setzt. Die Kosten für den ärztlichen Check samt Impfung liegen bei gut 50 Euro. In 21 Tagen muss noch eine zweite Komponente verabreicht werden. Nach 42 Tagen insgesamt soll sich die Immunität dann voll ausgebildet haben. Russische Bürger bekommen die Impfungen gratis.

Zwar sind in Moskau nach städtischen Angaben erst etwa 400.000 Bürger geimpft – von rund 13 Millionen. Doch der Andrang in der größten Stadt Europas werde immer stärker, bestätigen die GMS-Klinikmitarbeiter – wohl auch, weil in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ nun erstmals russischen Daten von unabhängigen Experten bewertet wurden. Das positive Urteil ist für Russland, das wegen der frühen Freigabe im August international kritisch beäugt wurde, ein Triumph. 

Anna Zacharias