Letztes Update:
20210203191627

EU-Gesundheitsbehörde: Mehrwert von FFP2-Masken im Alltag nur gering

16:53
03.02.2021
Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC steht dem zusätzlichen Nutzen von FFP2-Masken im Alltag skeptisch gegenüber. „Der erwartete Mehrwert der universellen Verwendung von FFP2-Atemschutzmasken in der Gemeinschaft ist sehr gering“, teilte die in Stockholm ansässige Behörde am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Darüber hinaus rechtfertigten die möglichen Kosten und Schäden keine Empfehlung dafür, FFP2-Masken anstelle von anderen Masken in der Öffentlichkeit zu tragen.

Das Auftreten von neuen Varianten des Coronavirus mache keine anderen Maskentypen als diejenigen notwendig, die derzeit im Rahmen von nicht-pharmazeutischen Maßnahmen im Kampf gegen Corona verwendet würden, ergänzte das ECDC. Die Behörde ist demnach gerade dabei, ein Dokument mit Einschätzungen zum Maskengebrauch im sozialen Umfeld zur Verringerung der Corona-Übertragung zu aktualisieren.

Michael Rabba

Studie: Mehrheit hat sechs Monate nach Corona-Infektion Antikörper

16:47
03.02.2021
Fast 90 Prozent der Corona-Infizierten haben sechs Monate nach ihrer Infektion Antikörper gegen das Coronavirus im Körper. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie der UK Biobank, der größten britischen biomedizinischen Datenbank, die am Mittwoch in London veröffentlicht wurde. Bei 88 Prozent der untersuchten Studienteilnehmer hätten nach den vollen sechs Monaten der Untersuchung Antikörper nachgewiesen werden können, nach drei Monaten war dies sogar bei 99 Prozent der Patienten der Fall.

„Obwohl wir nicht sicher sein können, inwieweit dies mit einer Immunität einhergeht, legen die Befunde nahe, dass Menschen für mindestens sechs Monate vor einer erneuten Ansteckung geschützt sein könnten“, sagte Chef-Forscherin Naomi Allen. In weiteren, noch länger als sechs Monate angelegten Untersuchungen wollen die Forscher herausfinden, ob Antikörper auch noch längere Zeit später bei den Probanden festgestellt werden können.

Michael Rabba

Schätzung: 15 Prozent der Bevölkerung in England hatte Coronavirus

16:28
03.02.2021
In England haben schätzungsweise bereits mehr als 15 Prozent der Bevölkerung eine Coronavirus-Infektion durchgemacht. Das geht aus Zahlen der Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Zugrunde liegen der Schätzung Daten aus Antikörper-Tests aus dem Zeitraum vom 22. Dezember und dem 18. Januar.

Die Daten unterscheiden sich stark nach Regionen, so liegt London mit 21 Prozent an der Spitze. Die wenigsten Infektionen gab es demnach im Südwesten des Landes, wo sich schätzungsweise rund 8 Prozent der Bevölkerung infiziert hatten.

Besonders viele Infektionen gab es in der Altersgruppe der über 80-Jährigen - von ihnen hat sich den Schätzungen zufolge in England ein Viertel mit dem Coronavirus infiziert. Niedrig ist hingegen die Infektionsrate unter den 70 bis 79-Jährigen mit etwas mehr als 8 Prozent.

Michael Rabba