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Statistik: So wenige Fluggäste wie noch nie seit Wiedervereinigung

08:12
02.02.2021
 Im vergangenen Jahr sind in Deutschland wegen der Corona-Krise so wenige Menschen mit dem Flugzeug geflogen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Das Statistische Bundesamt zählte 2020 an den 24 größten Verkehrsflughäfen zusammen noch 57,8 Millionen Passagiere. Das war ein gutes Viertel (25,5 Prozent) des Aufkommens im Jahr zuvor. 1991 hatten im wiedervereinten Deutschland 63 Millionen Passagiere die Flughäfen genutzt.

Auf das Gesamtjahr gesehen hatte der Interkontinentalverkehr mit einem Minus von 77 Prozent die größten Einbußen. Innerdeutsch sank die Zahl der Passagiere um 75 Prozent, im Europaverkehr waren es 74 Prozent. Mit 4,5 Millionen Tonnen blieb der Frachtverkehr bei einem Minus von 4,1 Prozent vergleichsweise stabil. Zuvor hatten bereits die Branchenverbände BDL und ADV auf etwas anderer Grundlage Statistiken für das Corona-Jahr 2020 vorgelegt und waren zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.

Max Seidenfaden

Habeck: Ergebnisse des Impfgipfels „nicht befriedigend“

07:24
02.02.2021
Aus Sicht von Grünen-Chef Robert Habeck hat der Impfgipfel seine Erwartungen nicht erfüllt. „Das Erwartungsmanagement ist in den Keller gefahren worden“, sagte Habeck am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. Ein Impfgipfel solle eigentlich eine Strategie erklären. Stattdessen sei lediglich eine Strategie angekündigt worden. „Und ich glaube nicht, dass das befriedigend ist.“ Habeck betonte, er hätte sich angesichts der öffentlichen Erwartung an den Gipfel im Vorfeld schon mehr Transparenz über die Ziele der Zusammenkunft gewünscht. „Das verstehe ich auch handwerklich nicht, dass man sich trifft (...) und sagt: Beim nächsten Mal schaffen wir die Faktenlage.“

Auch nach der Ankündigung der Zusammenarbeit der Firmen Bayer und Curevac zur Impfstoffproduktion bezweifelte Habeck, dass alle Produktionskapazitäten ausgenutzt seien. Bayer habe bis vor kurzem noch erklärt, nicht in die Produktion einsteigen zu können. „Das sind also verschiedene Aussagen. Und wenn ich in der Bundesregierung wäre, ich würde mich nicht darauf verlassen wollen, dass sich die Aussagen dauernd ändern.“ Der Staat müsse sich daher stärker darum kümmern, abzugleichen, ob noch mehr Produktionsmöglichkeiten zur Verfügung stünden. Habeck hatte zuletzt eine „Notimpfstoffwirtschaft“ und stärkere staatliche Eingriffe in die Produktion gefordert.

Max Seidenfaden