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Wegen Variante aus Südafrika: Massentests für Zehntausende in England

20:30
01.02.2021
In mehreren Regionen Englands sollen sich insgesamt Zehntausende Menschen Corona-Schnelltests unterziehen. Zuvor waren einige weitere Fälle der Virus-Mutation aus Südafrika aufgetaucht. Die rund elf Fälle, die in den vergangenen Tagen bekannt geworden seien, hätten keine nachvollziehbaren Reiseverbindungen nach Südafrika, hieß es von der Behörde Public Health England am Montag. Die bislang in Großbritannien entdeckten Fälle der Mutation hatte man in Verbindung mit Reisen aus den betroffenen Gebieten bringen können.

In London, im Südosten sowie Nordwesten von Englands und im Westen der Midlands sollen nun in den nächsten Tagen mobile Teams mit Heimtests durch die Viertel ziehen und bis zu 80 000 Bürger zu Schnelltests auffordern - egal, ob sie Symptome haben oder nicht. Davon erhofft man sich, mögliche weitere Fälle schnell zu entdecken, Infektionsketten nachvollziehen zu können und die weitere Ausbreitung der Variante zu verhindern. Die zunächst in Südafrika entdeckte Variante soll ähnlich ansteckend wie die Variante B.1.1.7.

Public Health England sequenziert eigenen Angaben zufolge regelmäßig einen gewissen Anteil der positiven Corona-Tests im Land, um die Entwicklung und Ausbreitung von Corona-Mutationen zu überwachen.

Michael Rabba

Ministerium: Corona-Impfungen in Praxen erst bei mehr Impfstoff

19:57
01.02.2021
Für breiter angelegte Corona-Impfungen in normalen Arztpraxen sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums zunächst größere Impfstoff-Lieferungen nötig. Sobald es die Verfügbarkeit zulasse, solle „der maßgebliche Teil der Impfungen“ in die Praxen und die Versorgung der niedergelassenen Ärzteschaft übergehen, heißt es in einem Informationspapier des Ministeriums für den „Impfgipfel“ von Bund und Ländern am Montag. Es liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zunächst berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber.

Etwa 50 000 in Frage kommende Praxen könnten dann nach Angaben der Kassenärzte mehr als fünf Millionen Impfungen pro Woche vornehmen. Der Wechsel ergebe aber erst Sinn, wenn für Transport und Lagerung in den Praxen geeignete Impfstoffe für mindestens drei Millionen Impfungen pro Woche zur Verfügung stünden.

Derzeit laufen die Impfungen in regionalen Impfzentren der Länder - auch, weil der zuerst zugelassene Biontech-Impfstoff aufwendig zu kühlen ist. Nach Rückmeldungen der Länder sei die aktuell aufgebaute Kapazität der Impfzentren für mehr als 200 000 Impfungen pro Tag bei regulären Öffnungszeiten ausgelegt, heißt es im dem Papier weiter. Bei Bedarf seien kurzfristige Erweiterungen möglich. Bisher seien an einzelnen Tagen Spitzen von etwa 100 000 Impfungen erreicht worden.

Michael Rabba