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20210129064643

Inzidenzwert bleibt in Deutschland unter 100

05:04
29.01.2021
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.022 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 839 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Vergangenen Freitag hatte das RKI 17.862 Neuinfektionen und 859 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bei 94,4. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder - am Donnerstag lag sie erstmals seit Ende Oktober unter 100.
Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.192.850 nachgewiesene Infektionen (Stand: 29.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. 
Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,90 (Vortag 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Anna Zacharias

Kapitel

Donnerstag, 28. Januar

Was am Donnerstag, 28. Januar, wichtig war

21:21
28.01.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Im Land Bremen sind weitere 106 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Gesundheitsressort mitteilte, wurde in weiteren acht Fällen die Virusvariante B.1.1.7 nachgewiesen.
  • Anders als das benachbarte Bremen plant Niedersachsen keine flächendeckenden Tests auf die Variante B.1.1.7 des Coronavirus. Bisher sind drei Fälle aus dem Landkreis Vechta und neun Fälle aus dem Landkreis Göttingen bekannt, wie das Landesgesundheitsamt (NLGA) in Hannover mitteilte.
  • Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) ist zuversichtlich, dass sich das Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie im Sommer entspannt. „Ja, wenn sich die Situation so weiterentwickelt wie bisher, die Inzidenzen fallen und die Mutation im Maß gehalten werden kann, kann der Sommer wieder besser werden.“
  • Die zentrale Hotline für die Vergabe von Corona-Impfterminen in den niedersächsischen Impfzentren ist zum Auftakt am Donnerstagmorgen wie erwartet nur schwer zu erreichen. „Die Leitungen sind überlastet“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Hannover. Man bitte Impfwillige um Geduld und es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu versuchen.

Deutschland und die Welt:
  • Hartz-IV-Empfänger sollen je zehn kostenlose FFP2-Masken bekommen. Hintergrund sind neue Corona-Schutzmaßnahmen für Busse, Bahnen und beim Einkaufen. Dafür erhalten die Betroffenen ein Schreiben von ihrer Krankenversicherung. Mit diesem und dem Personalausweis könnten die Masken dann bei der Apotheke abgeholt werden.
  • Erstmals seit Ende Oktober liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 100.  So wurden in Deutschland binnen einer Woche 98 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner übermittelt.
  • Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem RKI 17 553 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Außerdem wurden mehr als 900 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. 
  • Das internationale Team von Experten, das im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in China nach dem Ursprung des Coronavirus forschen soll, nimmt seine konkrete Arbeit auf. Die 14-tägige Quarantäne in einem Hotel in der zentralchinesischen Metropole Wuhan endete am Donnerstag. Das Team werde am Freitag seine Ermittlungen aufnehmen, berichtete das chinesische Staatsfernsehen.

Malte Bürger