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Sanofi will 125 Millionen Dosen Biontech/Pfizer-Impfstoff liefern

12:43
27.01.2021
Der französische Pharmakonzern Sanofi will ab Sommer mehr als 125 Millionen Dosen des Pfizer-Biontech-Impfstoffs für die Europäische Union liefern. Sanofi wolle dem Mainzer Unternehmen Biontech Zugang zu seiner Produktionsinfrastruktur gewähren, hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch. Ziel sei es, „Fertigungsschritte der späten Phase“ zu übernehmen, um die Lieferung des Covid-19-Impfstoffs zu unterstützen. Die ersten Lieferungen sollen im Sommer 2021 aus den Produktionsanlagen von Sanofi in Frankfurt geliefert werden.

Sanofi-Generaldirektor Paul Hudson hatte sich dazu bereits am Dienstag geäußert. Er sprach im Interview mit der französischen Zeitung „Le Figaro“ konkret davon, beim Abfüllen des Impfstoffes helfen zu wollen. Dies müsse in einer sterilen Umgebung und bei einer sehr niedrigen Temperatur erfolgen, sagte er. Da die Sanofi-Produktionsstätte in Frankfurt nahe des Biontech-Hauptsitzes in Mainz liege, werde das die Sache erleichtern. „Wir sollten in der Lage sein, bis Ende des Jahres mehr als 100 Millionen Dosen zu liefern, die für die Europäische Union und damit teilweise für Frankreich bestimmt sind“, hatte er in dem Gespräch erklärt.

Max Seidenfaden

Weltweit bereits mehr als 100 Millionen bestätigte Corona-Infektionen

09:51
27.01.2021
 Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Corona-Infektionen ist seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr auf mehr als 100 Millionen gestiegen. Zudem sind mehr als 2,1 Millionen Menschen nach einer Ansteckung mit dem Virus gestorben, wie aus den Daten der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Dienstag (Ortszeit) hervorgeht. Erst vor etwa einem Monat, am zweiten Weihnachtsfeiertag, war die Schwelle von 80 Millionen Infektionen überschritten worden. Die meisten bestätigten Ansteckungen in absoluten Zahlen gibt es mit gut 25 Millionen in den USA - dort will der neue Präsident Joe Biden das Impftempo nun beschleunigen.

In Indien sind inzwischen rund 10,7 Millionen Infektionen nachgewiesen worden, in Brasilien 8,9 Millionen. In Europa wurden die meisten Ansteckungen bislang in Großbritannien gemeldet (3,7 Millionen), gefolgt von Frankreich (3,1 Millionen) sowie Spanien (2,6 Millionen) und Italien (rund 2,5 Millionen). In Deutschland wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 2,16 Millionen Infektionen registriert. Experten gehen allerdings sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesfällen weltweit von hohen Dunkelziffern aus.

Max Seidenfaden

Projekt soll Mutationen-Verbreitung in NRW klären

09:11
27.01.2021
 Das NRW-Gesundheitsministerium hat ein Projekt gestartet, das „möglichst schnell und umfassend“ die Verbreitung von Corona-Mutationen im Bundesland erfassen soll. Bisher sei weitgehend unklar, wie weit sich Virusmutationen in NRW verbreitet hätten, teilte das Ministerium am Mittwochmorgen mit. Leiten wird das Projekt Professor Alexander Mellmann vom Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster. Es werde mit 200 000 Euro gefördert, so das Ministerium.

Laut Ministerium gab es in NRW bislang elf nachgewiesene Fälle der britischen Variante (B.1.1.7) und drei der südafrikanischen (B.1.351). Zudem gebe es Verdachtsfälle, die untersucht würden.

Sarah Haferkamp