Die verschärften deutschen Einreiseregeln für Berufspendler aus Tschechien stoßen im Nachbarland auf Kritik. Seit Sonntag müssen die Grenzgänger bei jeder Fahrt in die Bundesrepublik einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Hintergrund ist die Einstufung Tschechiens als Hochrisikogebiet. Nur in Sachsen genügen zwei Tests pro Woche. Den grenzüberschreitenden Arbeitskräften und ihren Familien werde das Leben erschwert, sagte Jan Triska von der tschechischen Pendlervereinigung (APCR).
Wer es sich leisten könne, werde sich nach einer neuen Arbeit in Tschechien umsehen. Für viele gehe es indes um ihre Existenz. „Die Unsicherheit ist wahnsinnig groß“, sagte Triska. Viele seien der Ansicht, dass die Verschärfung politisch motiviert sei. „Die Politiker in Deutschland schieben die ungünstige Corona-Lage auf die Pendler, auf die Tschechen, auch wenn es dafür keine relevanten Daten gibt“, sagte der Vertreter der Interessengruppe.