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20210123134705

Expertin: Jeder neunte Österreicher hatte bereits Corona

13:47
23.01.2021
In Österreich hat nach Ansicht einer Expertin bereits etwa jeder neunte Bürger eine Infektion mit dem Coronavirus durchgemacht. Schon vor drei Monaten hätten 4,7 Prozent der Österreicher eine solche Infektion hinter sich gehabt, sagte die Leiterin des Zentrums für Virologie der MedUni Wien, Elisabeth Puchhammer, am Samstag.

Schätzungsweise 60 Prozent der Infektionen verliefen asymptomatisch. „Damit dürften in Österreich jetzt schon mehr als eine Million Österreicher eine Infektion mit SARS-CoV-2 hinter sich haben, sagte die Expertin weiter. Es gilt als sicher, dass die ehemals Infizierten zumindest eine Zeit lang vor einer Erkrankung geschützt sind. In der offiziellen Statistik sind rund 400 000 laborbestätigte Fälle von Corona ausgewiesen.

Max Seidenfaden

Hamburger Fußballvereine favorisieren Saisonabbruch

12:43
23.01.2021
Bei einer Video-Konferenz des Hamburger Fußball-Verbandes (HFV) hat sich die Mehrheit der teilnehmenden Amateurvereine für den Abbruch der laufenden Saison ausgesprochen. Von 98 Vereinen stimmten am Freitagabend 76 für den Abbruch, 17 dagegen, fünf enthielten sich. Im HFV sind 250 Vereine organisiert.

Da die Nutzung der Plätze für Teamtraining und Spiele wegen des Lockdowns zunächst bis zum 14. Februar untersagt ist, lässt sich ein ordnungsgemäßer Ablauf der Saison bis zum Sommer kaum ermöglichen. Der HFV hatte vor zwei Wochen als letztmöglichen Termin für die Aufnahme des Spielbetriebs das Wochenende 27./28. Februar genannt. Zuvor müsse aber ein 14-tägiges Training möglich sein, hieß es. Nach jetziger Lage ist eine Verlängerung des Lockdowns nicht auszuschließen.

Max Seidenfaden

Kommunalverbände gegen Telefonierverbot im Nahverkehr

11:50
23.01.2021
Die Kommunalverbände haben sich gegen ein Telefonierverbot im öffentlichen Nahverkehr zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgesprochen, wie es der Verband der Verkehrsunternehmen vorgeschlagen hatte. „Ein gelegentlicher Austausch, zum Beispiel wenn Freunde gemeinsam in der Bahn sitzen, ist kein Vorgang, den man in diesen ohnehin schweren Zeiten auch noch verbieten sollte“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). Außerdem sei die Durchsetzung eines solchen Verbots weder umsetzbar noch kontrollierbar. Auch der Deutsche Städtetag kritisierte das als „lebensfremd“.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hatte seinen Vorschlag damit begründet, dass manche Fahrgäste zum Telefonieren den Mund-Nasen-Schutz herunterziehen. In Spanien gibt es ein solches Verbot bereits.

Max Seidenfaden

Minister: Abschlussprüfungen in Niedersachsen werden nicht verschoben

11:32
23.01.2021
Obwohl der Großteil der Schüler derzeit zu Hause unterrichtet wird, will Niedersachsens Landesregierung an den Terminen für die Abschlussprüfungen in den Schulen festhalten. „Eine Absage der Prüfungen halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für falsch. Das ist eine Debatte zur Unzeit“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. „Die Schüler haben Anspruch auf eine faire Prüfung.“

Der Schulleitungsverband Niedersachsen hatte Mitte Januar gefordert, die Prüfungen abzusagen. Insbesondere bei den Lehrern stieß der Vorschlag allerdings auf Widerstand. Die Lehrer warnten vor „Notabschlüssen“, denen es bundesweit an Anerkennung mangeln könne.

Kultusminister Tonne sagte nun, eine Verschiebung der Abiturprüfungen sei „unwahrscheinlich, weil das nur wenige zusätzliche Tage bringen würde“. Er ergänzte aber: „Ob es zu Verschiebungen bei den mittleren Abschlüssen kommt, werden wir in den nächsten Wochen entscheiden.“

Tonne betonte, dass das Land es schon jetzt ermöglicht habe, Inhalte, die nicht im Unterricht behandelt wurden, von den Prüfungen auszunehmen. „Die Schulen erhalten auch bei den zentralen Prüfungen eine größere Auswahl bei den Aufgaben“, versicherte er.

Max Seidenfaden