Letztes Update:
20210122120609

Coronavirus-Variante aus Brasilien in Deutschland nachgewiesen

11:55
22.01.2021
Erstmals ist in Deutschland ein Nachweis der in Brasilien kursierenden Corona-Variante bekannt geworden. Die Mutante sei bei einem Reiserückkehrer in Hessen entdeckt worden, sagte Hessens Sozialministerium Kai Klose (Grüne) am Freitag in Wiesbaden. Klose zufolge handelt es sich um den ersten Nachweis in Deutschland. Auch dem Robert Koch-Institut (RKI) war am Freitag kein anderer Nachweis bekannt.

Die Person sei am Donnerstag aus Brasilien in Frankfurt angekommen, erklärte die Virologin Sandra Ciesek. Im Labor sei bei einer PCR-Untersuchung die in Brasilien entdeckte Mutation nachgewiesen worden. Die Sequenzierung stehe noch aus.

Max Seidenfaden

Sina Schuldt 22.01.2021, Bremen: Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen, spricht bei einer Sondersitzung der Bremischen Bürgerschaft zu neuen Corona-Maßnahmen.
„Impfen, Impfen, Impfen.“ (Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) als eine Antwort, wie es in der Corona-Krise jetzt weitergeht.) 11:32
22.01.2021

Weil setzt auf Impfkampagne als Weg aus der Corona-Krise

11:30
22.01.2021
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) setzt auf eine breite Impfkampagne als den entscheidenden Weg aus der Corona-Krise. „Das Fundament ist der Impfschutz“, sagte Weil am Freitag in einer Regierungserklärung in einer Sondersitzung des Landtags in Hannover. Trotz aktueller Lieferengpässe und Knappheit von Impfstoff gebe es die Perspektive, insbesondere mit der Zulassung weiterer Impfstoffe Millionen von Niedersachsen zu impfen.

Die Bundesregierung wolle allen impffähigen Menschen bis Jahresmitte eine Impfung ermöglichen. „Das ist ambitioniert, aber wir sind fest entschlossen, dass Niedersachsen seinen Anteil an diesem Vorhaben mit großem Engagement leisten wird“, sagte Weil. „Eine geimpfte Gesellschaft muss vor dem Virus keine Angst mehr haben, und das ist unser Ziel.“

Max Seidenfaden

Berliner Bezirksparlament bricht Sitzung wegen Corona-Falls ab

11:20
22.01.2021
Wegen der Corona-Infektion eines Abgeordneten ist eine Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Lichtenberg abgebrochen worden. „Es ist eine außerordentliche Situation eingetreten dergestalt, dass ein Bezirksverordneter positiv auf Covid-19 getestet wurde“, sagte BVV-Vorsteher Rainer Bosse bei der Zusammenkunft am Donnerstagabend laut einem bei Youtube hochgeladenem Video. „Das zwingt uns an dieser Stelle zum Abbruch der Tagung.“

Der fragliche Abgeordnete, ein Mitglied der Linksfraktion, verließ den Tagungssaal umgehend. Er war über sein Testergebnis kurz zuvor telefonisch informiert worden. Daraufhin wurde die Sitzung nach rund einer halben Stunde Dauer zunächst unterbrochen und wenig später nach einer Beratung des Ältestenrates abgebrochen. Das berichteten auch „Berliner Morgenpost“ und „Tagesspiegel“ (online).

Nach Angaben der BVV prüft nun das Gesundheitsamt des Bezirks, welche Konsequenzen der Vorgang für das Kommunalparlament und seine Mitglieder hat. Der Linke-Fraktionschef in der BVV, Norman Wolf, nannte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur das Vorgehen des Abgeordneten, trotz ausstehenden Testergebnisses zur BVV-Sitzung zu erscheinen, „leichtsinnig“, werte sich aber gegen eine pauschale Verurteilung des Abgeordneten. 

Max Seidenfaden