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Corona-Aufbauhilfen: EU-Kommission fordert Maßnahmen gegen Betrug

14:57
19.01.2021
Bei den Plänen zum Wiederaufbau nach der Corona-Krise müssen die EU-Staaten aus Sicht der EU-Kommission nachbessern. „Es steht noch viel Arbeit an“, sagte Kommissionsvize Valdis Dombrovskis am Dienstag nach Beratungen der EU-Wirtschafts- und Finanzminister. Gefordert seien unter anderem wirksame Maßnahmen gegen Betrug und Interessenkonflikte. „Das ist entscheidend, und wir werden sehr genau hinschauen in den nächsten Wochen und Monaten“, sagte Dombrovskis.

Die EU-Staaten hatten im Juli ein 750 Milliarden Euro schweres Programm zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise verabredet. Nun müssen die Regierungen detaillierte Pläne vorlegen, wie sie ihren Anteil ausgeben wollen. Das Geld soll der Wirtschaft wieder auf die Beine helfen, zugleich aber auch Klimaschutz und Digitalisierung voranbringen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz betonte ebenfalls, die Umsetzung des beschlossenen 750-Milliarden-Plans werde noch „ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen“. Der SPD-Politiker mahnte jedoch zur Eile bei der Aufstellung der Aufbaupläne. „Es muss fix gehen.“ Die Gelder würden dringend benötigt. Eine Aufstockung der Hilfen hält er derzeit aber offenbar nicht für nötig.

Jean-Pierre Fellmer

Scholz schlägt neue Abschreibungsregeln für Laptops vor

14:51
19.01.2021
Wer einen Laptop anschafft, den er auch beruflich nutzt, soll diesen künftig besser steuerlich geltend machen können. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat das Finanzministerium vor den Bund-Länder-Gesprächen am Dienstag einen entsprechenden Vorschlag vorgelegt.

Demnach könnten die Kosten für Computer und Software künftig vollständig im Jahr der Anschaffung berücksichtigt werden. Bisher können Arbeitsmittel für mehr als rund 950 Euro nur über mehrere Jahre verteilt abgesetzt werden - Laptops etwa über drei Jahre. Durch die Neuregelung könnte es vielen Steuerzahlern leichter fallen, die Werbungskostenpauschale von 1000 Euro zu übertreffen.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) erklärte, durch neue Abschreibungsregeln sollten digitale Investitionen von Unternehmen unterstützt werden. „Das wird sicher zu einem Effekt führen, der sich auswirkt auf das Steueraufkommen“, sagte er. Gleichzeitig werde „das Investieren in digitale Ausstattung erhöht“. Nach Informationen der dpa sollen von der Regelung aber auch Arbeitnehmer im Homeoffice profitieren, die für die Arbeit zuhause neue Geräte anschaffen.

Jean-Pierre Fellmer

Studie: Mindestens zwölf Prozent der Engländer waren coronainfiziert

14:13
19.01.2021
Einer Antikörper-Studie der britischen Statistikbehörde zufolge haben bis Dezember rund zwölf Prozent der Menschen in England eine Coronavirus-Infektion durchgemacht. Das entspricht ungefähr jedem Achten. Im November hatte die Rate noch bei knapp neun Prozent gelegen. Allerdings haben Analysen gezeigt, dass die Menge an Antikörpern nach einer Infektion rasch schwinden kann - der tatsächliche Wert könnte deshalb höher liegen.

Die Schätzung des Office for National Statistics (ONS) zeigt starke regionale Unterschiede. So weisen im Nordosten des Landes (Yorkshire and Humber) knapp 17 Prozent der Menschen Anzeichen für eine durchgemachte Corona-Infektion auf. Auch in London liegt die Rate höher als im landesweiten Durchschnitt (16,4). Im Südwesten Englands haben sich hingegen bisher nur relativ wenige Menschen infiziert (knapp 5 Prozent).

Analysiert werden für die Auswertung Proben Tausender Menschen ab 16 Jahren aus Privathaushalten. In Pflege- und Altenheimen betreute Menschen sind nicht in die Studie einbezogen.

Jean-Pierre Fellmer