Bei den Plänen zum Wiederaufbau nach der Corona-Krise müssen die EU-Staaten aus Sicht der EU-Kommission nachbessern. „Es steht noch viel Arbeit an“, sagte Kommissionsvize Valdis Dombrovskis am Dienstag nach Beratungen der EU-Wirtschafts- und Finanzminister. Gefordert seien unter anderem wirksame Maßnahmen gegen Betrug und Interessenkonflikte. „Das ist entscheidend, und wir werden sehr genau hinschauen in den nächsten Wochen und Monaten“, sagte Dombrovskis.
Die EU-Staaten hatten im Juli ein 750 Milliarden Euro schweres Programm zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise verabredet. Nun müssen die Regierungen detaillierte Pläne vorlegen, wie sie ihren Anteil ausgeben wollen. Das Geld soll der Wirtschaft wieder auf die Beine helfen, zugleich aber auch Klimaschutz und Digitalisierung voranbringen.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz betonte ebenfalls, die Umsetzung des beschlossenen 750-Milliarden-Plans werde noch „ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen“. Der SPD-Politiker mahnte jedoch zur Eile bei der Aufstellung der Aufbaupläne. „Es muss fix gehen.“ Die Gelder würden dringend benötigt. Eine Aufstockung der Hilfen hält er derzeit aber offenbar nicht für nötig.