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Löfven: Verantwortung für Schwedens Corona-Weg trage am Ende ich

20:00
18.01.2021
Wer trägt die Verantwortung für den vielbeachteten schwedischen Sonderweg in der Corona-Krise? Ministerpräsident Stefan Löfven sieht diese Verantwortung am Ende ganz klar bei sich und seiner Regierung. „Wenn man Ministerpräsident in einem Land ist, hat man natürlich die letztendliche Verantwortung für das Vorgehen der Regierung. Ich kann versprechen, dass das eine Verantwortung ist, die jeden Tag und besonders während einer solchen Krise gespürt wird“, sagte Löfven am Sonntagabend in einer Corona-Sondersendung des Fernsehsenders SVT.

Die Regierung führe das Land mit den Gesetzen und Mitteln, die zur Verfügung stünden, sagte Löfven. Man habe einen Beschluss zu einer Strategie gefasst, um die Ausbreitung des Coronavirus so weit wie möglich einzudämmen. Ob er die volle Verantwortung übernehme? „Ja, das tue ich selbstverständlich. Ich bin Ministerpräsident“, sagte er.

Max Seidenfaden

Medikamente: Blutdrucksenker kein Risiko für Covid-19-Verlauf

17:46
18.01.2021
In der Anfangsphase der Corona-Pandemie gab es für Bluthochdruckpatienten besonders viel Anlass zur Sorge. Nicht nur, dass sie ohnehin zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf von Covid-19 zählen. Bestimmte Medikamente standen in Verdacht, dass Risiko einer Infektion mit Sars-CoV-2 sowie die Schwere einer möglichen Covid-19-Erkrankung negativ zu beeinflussen.

Schon damals warnte die Deutsche Herzstiftung aber davor, die Medikamente aus Verunsicherung abzusetzen. Forschungen konnten die Befürchtungen zu den Blutdrucksenkern inzwischen weiter entkräften: Der Verdacht habe sich in großen Kohorten-Studien mit mehreren hunderttausend Probanden nicht bestätigt, erklärt der Internist und Pharmakologe Prof. Ulrich Kintscher von der Berliner Charité.

Im Fokus standen vor allem ACE-Hemmer und AT1-Rezeptorblocker, auch Sartane genannt, zwei der am weitesten verbreiteten Arzneistoffe zur Behandlung von Bluthochdruck. „Es ist relativ klar, dass die beiden Substanzklassen keinen negativen Einfluss auf die Schwere des Verlaufs und das Infektionsrisiko haben“, sagt Kintscher, der in der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in der Arbeitsgruppe für arterielle Hypertonie tätig ist. Hypertonie ist der medizinische Fachausdruck für Bluthochdruck.

Für Patienten gibt es also keinen Grund, die Arzneimittel aus Sorge vor Corona abzusetzen. Kintscher betont: „Man sollte unbedingt die Medikamente weiternehmen.“

Michael Baltes