Letztes Update:
20210118154712

Corona-Ausbruch in Bremerhavener Wohnheim

15:11
18.01.2021
In einem Bremerhavener Wohnheim haben sich 25 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Von den 24 Bewohnern der Einrichtung für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen seien 16 positiv auf das Virus getestet worden, teilte die Stadt Bremerhaven am Montag mit. Zwei von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht, ihr Zustand sei derzeit stabil. Auch acht Beschäftigte des Hauses sowie eine Angehörige hätten sich infiziert. Die Einrichtung habe mit Hilfe des Pandemieplans bisher eine Ausbreitung der Infektion in andere Bereiche weitestgehend verhindert, hieß es. Am Freitag sollen alle Bewohnerinnen und Bewohner und Beschäftigte, die bisher einen negativen Befund hatten, erneut getestet werden.

Michael Rabba

Linksfraktion fordert vor Corona-Beratungen Homeofficepflicht

15:08
18.01.2021
 Vor den Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise an diesem Dienstag hat die Linksfraktion sich erneut für strengere Vorgaben für Arbeitgeber beim Thema Homeoffice ausgesprochen. „Wir fordern, dass die Maßnahmen sich nicht allein auf die Einschränkung des Freizeitverhaltens der Bevölkerung konzentrieren, sondern dass Unternehmen mit einer grundsätzlichen Homeofficepflicht daran beteiligt werden“, sagte Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte der Deutschen Presse-Agentur. Zudem bräuchte es seiner Ansicht nach einen Zuschlag auf Hartz IV, damit sich auch ärmere Menschen FFP2-Masken leisten könnten.

Der Fraktionsgeschäftsführer erneuerte die Kritik seiner Partei am Vorgehen von Bund und Ländern und forderte eine vorherige Diskussion im Parlament. Auch die FDP hatte sich für eine Sondersitzung des Bundestags vor den nächsten Corona-Beratungen von Bund und Ländern ausgesprochen. Oppositionsparteien kritisieren immer wieder, das Parlament werde bei den Corona-Entscheidungen nicht genug eingebunden.

Max Seidenfaden

Spahn: Erste Erfolge bei Corona-Zahlen - aber keine Entwarnung

12:52
18.01.2021
Aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deuten die Corona-Infektionszahlen eine erste Entspannung an. „Wir haben jetzt erste Erfolge, die sichtbar scheinen in der Statistik, in der Entwicklung, bei den Infektionszahlen“, sagte Spahn am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Die Intensivstationen seien um 10, 15 Prozent leerer geworden. „Aber wir sind lange noch nicht da, wo wir hinwollen, wo wir hin müssen, um es dauerhaft zu kontrollieren, damit es nicht gleich wieder hochflammt.“

Entwarnung könne daher noch nicht gegeben werden. Ein Risiko sei die Corona-Mutation, die sehr wahrscheinlich zu einer höheren Ansteckungsrate führe, mahnte Spahn mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen am Dienstag. „Zuerst einmal geht es aus meiner Sicht darum, auch noch mal zu schauen, wie wir Kontakte reduzieren können, auch in der Arbeitswelt oder im privaten Bereich.“ Die Frage sei, ob es neue Regeln brauche oder ob man das Bewusstsein für die bestehenden Verordnungen schärfen müsse.

Max Seidenfaden

Schätzung: Gastgewerbe hat in Corona-Krise 38 Prozent Umsatz verloren

12:25
18.01.2021
Hoteliers und Wirte haben nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr wegen der verschiedenen Corona-Einschränkungen real 38 Prozent Umsatz verloren. Ohne Berücksichtigung der Preisveränderungen (nominal) verzeichnete das Gastgewerbe 36 Prozent weniger, wie die Statistikbehörde am Montag in Wiesbaden berichtete.

In die Schätzung sind vorläufige Monatswerte bis einschließlich November eingeflossen. Die Auswirkungen des verschärften Lockdowns im Dezember wurden zunächst geschätzt.

Im ebenfalls bereits von flächendeckenden Betriebseinschränkungen geprägten November lagen die Umsätze nominal 66,4 Prozent unter denen aus dem Vorjahresmonat. Besonders hart wurden hier die Hotels mit einem Rückgang von 81,9 Prozent in der Jahresfrist getroffen. Cateringbetriebe kamen mit einem Rückgang um 43,2 Prozent noch vergleichsweise gut davon.

Max Seidenfaden