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20210115172723

Niedersachsen hält an Verteilschlüssel für Impfstoff fest

16:35
15.01.2021
Trotz Klagen von Landkreisen über Umfang und Rhythmus der Impfstofflieferungen hält Niedersachsen an dem gewählten Verteilschlüssel für den Corona-Impfstoff fest. Es sei verständlich, dass die Landkreise mehr impfen wollten, die Leferungen an das Land aber seien begrenzt, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Freitag in Hannover. Mit derzeit wöchentlich verfügbaren rund 30 000 Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer in Chargen von 975 Dosen lasse sich nicht jedes der 50 Impfzentren in Niedersachsen wöchentlich beliefern.

Anna Zacharias

Corona-Impfstoffproduktion in Marburger Biontech-Werk genehmigt

15:51
15.01.2021
Das Mainzer Unternehmen Biontech darf in seinem neuen Werk in Marburg Corona-Impfstoff herstellen. Das zuständige Regierungspräsidium Gießen habe die Produktion des Mittels in der Anlage in der mittelhessischen Stadt genehmigt, teilte die hessische Landesregierung am Freitag in Wiesbaden mit. Biontech kündigte an, dass es wie geplant beim Produktionsbeginn im Februar bleibe. Dem Unternehmen zufolge vergehen zwischen der Herstellung und Freigabe des kontrollierten Vakzins dann üblicherweise etwa vier Wochen.

Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg 250 Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech und seines US-Partners Pfizer hergestellt werden. Als Gesamtmenge einer Jahresproduktion streben die Mainzer nach eigenen Angaben hier 750 Millionen Dosen an.

Biontech hatte das Marburger Werk vor einigen Wochen vom Schweizer Pharma-Konzern Novartis übernommen. Die Anlage muss für die Impfstoffproduktion umgestellt und der Betrieb vom Regierungspräsidium Gießen als zuständige Aufsichtsbehörde genehmigt werden. Der Marburger Produktionsstandort mit 300 Mitarbeitern gehört zu einem Pharma-Park, wo mehrere pharmazeutische Firmen angesiedelt sind. 

Anna Zacharias

Meidinger: Impfungen für Lehrer im zweiten Quartal zu spät

15:03
15.01.2021
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands hält es für sinnvoll, Lehrer schon früher als bisher geplant gegen das Coronavirus zu impfen. „Nach den derzeitigen Plänen sollen Lehrerinnen und Lehrer erst im zweiten Quartal dieses Jahres geimpft werden. Das halten wir für zu spät“, sagte Heinz-Peter Meidinger dem „Focus“. Zumindest für ältere Lehrkräfte über 60 sollte es frühere Impftermine geben. Zugleich betonte Meidinger, dass die Impfbereitschaft unter den Pädagogen groß sei. Eine hohe Impfquote könne daher leicht erreicht werden.

Meidinger hält es noch für möglich, das Schuljahr „ordentlich zu Ende zu bringen“. Bis zu den Weihnachtsferien habe es fast durchgängig Präsenzunterricht gegeben, so dass er durchaus Chancen für eine ausreichende Prüfungsvorbereitung sehe, wenn „hoffentlich“ ab Februar vorrangig die Abschlussjahrgänge wieder an die Schulen geholt werden könnten, sagte er der „Passauer Neuen Presse“ (Freitag).

Max Seidenfaden