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20210114205545

Virusmutation in Brasilien: London stoppt Reiseverkehr aus Südamerika

20:45
14.01.2021
Wegen einer zuerst in Brasilien nachgewiesenen Coronavirus-Mutation verhängt die britische Regierung ein Einreiseverbot für Ankömmlinge aus Südamerika und Portugal. Das teilte der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstagabend mit. Die neue Regelung soll bereits am frühen Freitagmorgen in Kraft treten. Ausgenommen seien britische Staatsangehörige, irische Staatsbürger und Menschen mit Aufenthaltsrecht in Großbritannien. Portugal falle wegen seiner engen Beziehungen zu Brasilien ebenfalls unter die Maßnahme.

Premierminister Boris Johnson hatte sich am Mittwoch in einem Parlamentsausschuss besorgt über die neue Virusvariante gezeigt, die Ähnlichkeiten zu der in Südafrika auftretenden Mutation haben soll. Beide sollen sich sehr rasch in Gegenden ausbreiten, die von der bisher vorherrschenden Variante bereits stark betroffen waren. Experten wollen nun untersuchen, ob die Immunität von Menschen, die bereits eine Corona-Infektion überstanden haben, durch die neuen Mutationen beeinträchtigt wird.

Bei Viren treten stetig zufällige Veränderungen im Erbgut auf, Mutationen genannt. Manche verschaffen dem Erreger Vorteile - etwa, indem sie ihn leichter übertragbar machen. Im Dezember wurde eine Variante des Coronavirus in Großbritannien nachgewiesen, die Analysen zufolge ansteckender sein könnte als die bisher kursierenden.

Patrick Reichelt

Thüringens Landtagspräsidentin Keller: „Entscheidung der Vernunft“

20:06
14.01.2021
Aus Sicht von Thüringens Landtagspräsidentin Birgit Keller ist die Verschiebung der Landtagswahl mit Blick auf die Corona-Pandemie vernünftig. „Denn die Pandemie birgt eine zu
große Gefahr für unsere Gesundheit. Niemand soll aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus an der Wahl gehindert werden“, erklärte Keller am Donnerstagabend. „Ebenso hat der Schutz der vielen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer Priorität. Gesundheit geht vor.“

Zuvor hatten sich Linke, SPD, Grüne und CDU verständigt, nicht an dem ursprünglich geplanten Termin am 25. April festzuhalten. Wie Spitzenpolitiker der Parteien in Erfurt mitteilten, soll die Wahl des Thüringer Landtags nun am 26. September erfolgen. Dann werden auch der Bundestag, der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und das Abgeordnetenhaus in Berlin gewählt.

Mit der Entscheidung wird das Thüringer Parlament nicht wie bisher geplant Mitte Februar - und damit mitten in der Pandemie - aufgelöst. Dies wäre für eine Wahl am 25. April erforderlich gewesen.

Patrick Reichelt