Nach einer massiven Technikpanne im Online-Unterricht zahlreicher in der Corona-Krise geschlossener Schulen Niedersachsens zu Wochenbeginn laufen die Videokonferenzen weitgehend stabil. Nur auf einzelnen Servern träten noch Belastungen auf, im Großen und Ganzen ergebe sich aber ein gutes Bild, sagte der Geschäftsführer des in Niedersachsen viel genutzten Bildungsservers IServ, Jörg Ludwig, am Dienstag. „Wir hoffen, dass es so bleibt.“ Der Andrang habe sich seit dem Vortag verdreifacht, derzeit werde ein Update ausgerollt. Ein abschließendes Bild von der Lage habe er aber noch nicht.
Die Panne hatte den Videounterricht ausgebremst, wegen einer fehlerhaften Einstellung war es am Montagmorgen zunächst nicht möglich, Videokonferenzen zu starten. Die Panne betraf auch Schulen in anderen Regionen Norddeutschlands und Nordrhein-Westfalens. Der Fehler wurde schließlich behoben.
Ludwig betonte, die Serverkapazität sei angesichts des erwarteten Andrangs von Klassen, die den Unterricht per Videokonferenz abhalten wollten, verdoppelt worden. In der Woche vor Weihnachten seien „extrem hohe“ Zugriffszahlen von etwa 1,5 Millionen Nutzern täglich verzeichnet worden - inzwischen sei man auf 3 Millionen eingestellt. Der niedersächsische Schulleitungsverband hatte zunächst keine Hinweise auf weitere Ausfälle.