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20210111091315

SPD-Geschäftsführer verteidigt Impfstrategie

08:55
11.01.2021
Die SPD im niedersächsischen Landtag hat Kritik am schleppenden Start der Corona-Impfungen zurückgewiesen. „Wir haben über das Land verteilt immerhin 50 Impfzentren, was natürlich einen erhöhten Organisationsaufwand bedeutet. Für Niedersachsen als Flächenland ist dies aber der richtige Weg“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Wiard Siebels, im Interview der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag). Die dezentrale Struktur unterscheide sich von anderen Bundesländern und vom Wunsch des Bundesgesundheitsministers. Er könne aber nicht sagen, dass das Land „erkennbar etwas falsch gemacht hat“, sagte Siebels.

Niedersachsen war bis vor einigen Tagen im bundesweiten Vergleich der bisherigen Impfungen pro 1000 Einwohner das Schlusslicht. Seither holt das Land allerdings auf, weil die Zahl der täglichen Covid-19-Impfungen deutlich gesteigert worden ist.

Jan-Felix Jasch

Anteil der Kurzarbeit in Niedersachsen und Bremen am dritthöchsten

08:18
11.01.2021
In Niedersachsen und Bremen ist ein vergleichsweise hoher Anteil der Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Im Dezember waren nach einer Schätzung des Münchner Ifo-Instituts, die am Montag veröffentlicht wurde, rund 223.000 Arbeitnehmer betroffen, das entspreche einem Anteil von 6,6 Prozent. Lediglich in Hessen (7,4 Prozent) und Baden-Württemberg (6,7 Prozent) lag die Quote noch höher. Betroffen sind demnach vor allem Regionen mit hohem Industrieanteil. Die Schätzung basiert auf den Meldungen von rund 7000 Unternehmen bei der Ifo-Konjunkturumfrage im Dezember.

Jan-Felix Jasch

Tübinger OB Palmer will Ende des Lockdowns Anfang Februar

08:17
11.01.2021
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) fordert ein Ende der strikten Corona-Maßnahmen. „Es reicht jetzt“, sagte er am Sonntagabend in der „Bild“-Sendung „Die richtigen Fragen“. Anfang Februar müsse kontrolliert wieder geöffnet werden. Nach den Worten Palmers steigen die Schäden an der Wirtschaft und Gesellschaft expotenziell.

„Der Innenstadthandel ist schon auf der Intensivstation, der fällt bald ins Koma. Die Insolvenzen werden anrollen. Ich meine, wir halten das nicht durch“, so der Grünen-Politiker. Es sei der falsche Weg, die Zahl der Neuinfektionen zuerst auf unter 50 pro 100 000 Einwohner binnen 7 Tagen zu drücken. Unter diesen Umständen werde der Lockdown noch mehrere Monate dauern.

Tübingen hatte mit seiner Anti-Corona-Strategie, dem sogenannten Tübinger Weg, bundesweit viel Lob erhalten. Schon Anfang September waren etwa regelmäßige Corona-Tests für das Personal in Alten- und Pflegeheimen eingeführt worden. Damit sollte das Eindringen des Virus in die Einrichtungen verhindert werden. Zuletzt gab es aber auch Rückschläge - so wurden Mitte Dezember Infektionen in drei Pflegeheimen registriert.

Jan-Felix Jasch