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Scholz zur Akzeptanz der Corona-Politik: „Alles begründen“

20:38
08.01.2021
Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Menschen in Deutschland auf weitere mögliche Änderungen im Anti-Corona-Kurs der Bundesregierung eingestimmt. Niemand könne an dieser Stelle sagen, was in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten noch zu tun sei, um diese Pandemie zu bekämpfen, sagte Scholz am Rande einer Fraktionsklausur am Freitag in Berlin.

Zuletzt hatte sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow für noch weitreichendere Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus ausgesprochen. Eine permanente Verlängerung von Einzelmaßnahmen, die aber insgesamt nicht zum Austrocknen des Virus führten, sei ein teurer und falscher Weg, sagte der Linke-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag).

Scholz verteidigte den Kurs. „Angesichts der großen Zahlen, war es richtig, ist es richtig, das wir noch mal mit stärkeren Maßnahmen versuchen, das Pandemiegeschehen zu bekämpfen“. Die bisherigen Maßnahmen hätten wegen der hohen Infektionszahlen und Sterberaten nicht mehr ausgereicht.

Scholz appellierte für eine offene Kommunikationskultur - und zwar dauerhaft. Jeder sei von den Einschränkungen betroffen, daher sei eine ständige Diskussion zwischen allen wichtig. Es sei ganz zentral, dass wir „offen diskutieren und offen kommunizieren und alles begründen, was wir machen“, so Scholz.

Patrick Reichelt

Neuer Corona-Lockdown in der Ukraine

19:54
08.01.2021
Die Ukraine will mit einem neuen Lockdown die Corona-Pandemie in den Griff bekommen. Seit Freitag sind in dem osteuropäischen Land Restaurants, Bars, Kinos, Theater, Fitnessclubs und Schwimmhallen für zunächst gut zwei Wochen geschlossen. Lediglich Supermärkte, Apotheken und Kindergärten bleiben laut einem Regierungsbeschluss geöffnet. In den Einrichtungen seien bislang nur wenige Kinder erkrankt, so dass geöffnete Kitas mehr Probleme lösten, als dass sie neue schafften, sagte Regierungschef Denis Schmygal. Schüler und Studenten müssen aber zu Hause lernen. „Die Quarantäne ist nicht so hart wie die im Frühjahr“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Das Gesundheitsministerium rechnet wegen der Neujahrsfeiertage mit einem Anstieg der Infektionszahlen. Am Freitag wurden mehr als 5600 neue Fälle registriert. 83 Menschen starben innerhalb eines einzigen Tages mit Covid-19. Seit dem Frühjahr verzeichnet die Ex-Sowjetrepublik mehr als 1,1 Millionen Infektionen und 19 600 Tote.

Patrick Reichelt