Letztes Update:
20210106063421

Britisches Parlament berät über Lockdown-Maßnahmen der Regierung

05:54
06.01.2021
Das britische Parlament berät am Mittwoch über die Lockdown-Maßnahmen der Regierung im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Abgeordneten unterbrechen dafür die Sitzungspause. Es wird damit gerechnet, dass das Paket der Regierung parteiübergreifend Zustimmung erhält. Die größte Oppositionspartei Labour hatte bereits vor längerer Zeit einen neuen Lockdown gefordert, um die rasant steigende Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Nun sollen die Menschen ihre Häuser nur verlassen, um einkaufen, zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen. Schulen und nicht lebensnotwendige Geschäfte schließen, Freizeitsport ist untersagt.

Premierminister Boris Johnson, der noch am Sonntag Schulschließungen abgelehnt hatte, und seine obersten Gesundheitsexperten machten mit dramatischen Zahlen die Brisanz deutlich. „Etwa einer von 50 Menschen hat das Virus“, sagte der medizinische Regierungsberater Chris Whitty am Dienstag. Hochgerechnet entspricht das zwei Prozent der Bevölkerung. Mit mehr als 60.000 neuen Fällen meldeten die Behörden zudem einen Tagesrekord. „Wenn die Menschen die Fakten betrachten, wird die überwältigende Mehrheit feststellen, dass wir keine Wahl haben“, sagte Johnson mit Blick auf den Lockdown.

Max Seidenfaden

21.237 Corona-Neuinfektionen und 1019 neue Todesfälle gemeldet

05:34
06.01.2021
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1019 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert.

Max Seidenfaden

Kapitel

Dienstag, 5. Januar

Das war am Dienstag, 5. Januar, wichtig

21:06
05.01.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Bremen wird auf seinen Plan verzichten, ab Montag an den Schulen schrittweise wieder Präsenzunterricht einzuführen. Das sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) nach Ende der Konferenz mit dem Bund.
  • In Niedersachsen sind innerhalb eines Tages 61 Corona-Todesfälle gemeldet worden.  Zudem 672 Neuinfektionen. 
  • Im Land Bremen gibt es aktuell 1.068 (-67) aktive Corona-Infektionen, 13.930 (+123) insgesamt bestätigte Fälle, 12.652 (+188) Genesene und 210 (+2) Verstorbene. Das teilt das Gesundheitsressort mit. Auf Bremerhaven entfallen davon 130 (+14) aktive Infektionen, 1.390 (+15) insgesamt bestätigte Fälle, 1.234 (+0) Genesene und 26 (+1) Verstorbene. Der Inzidenzwert in Bremen beträgt 77,2 und in Bremerhaven 58,6.
  • Niedersachsen ist bisher beim Impfen gegen das Coronavirus langsamer als die anderen Bundesländer. Nach Daten des Robert Koch-Instituts haben bis Dienstag landesweit 8665 Menschen die vor Covid-19 schützende Spritze erhalten. Das waren 1,1 Impfungen pro 1000 Einwohner - kein anderes Bundesland hatte eine so geringe Quote. 

Deutschland und die Welt:
  • Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar verständigt. In Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen soll zudem der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort eingeschränkt werden. Vereinbart wurden zudem weitere verschärfte Kontaktregeln.
  • Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 11.897 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 944 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab.
  • Die Deutsche Bahn hat angesichts des verschärften Lockdowns angekündigt, ihr Angebot im Fernverkehr zu reduzieren. „Ab dem 7. Januar wird die DB ihren Fahrgästen bis auf weiteres rund 85 Prozent des normalen Sitzplatzangebotes zur Verfügung stellen“, teilte der Konzern der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend mit.

Max Seidenfaden