Letztes Update:
20210105105206

Umfrage: Große Mehrheit für Verlängerung des Corona-Lockdowns

08:41
05.01.2021
Eine große Mehrheit der Deutschen ist für eine Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich fast zwei Drittel der Befragten dafür aus, die Einschränkungen mindestens in der bisherigen Härte über den 10. Januar hinaus fortzuführen. 41 Prozent sind für eine unveränderte Beibehaltung, weitere 24 Prozent sogar für eine Verschärfung. Dagegen befürworten nur 17 Prozent eine Lockerung des Lockdowns und nur jeder Zehnte (11 Prozent) ist für eine komplette Aufhebung aller Einschränkungen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt an diesem Dienstag in Berlin mit den Ministerpräsidenten der Länder zusammen, um über eine Verlängerung des Mitte Dezember beschlossenen harten Lockdowns mit Schließung der meisten Geschäfte, der Hotels und Gaststätten sowie der Schulen und Kitas zu beraten. Nach Beginn der zweiten Corona-Welle hatten Bund und Länder zunächst mit deutlich schwächeren Maßnahmen versucht, die Infektionszahlen zu drücken. Das Gegenteil war aber der Fall, die Lage verschlechterte sich weiter, was schließlich zum harten Lockdown führte.

Max Seidenfaden

Spahn ermahnt SPD zu geschlossenem Agieren in der Pandemie

08:24
05.01.2021
Angesichts der Kritik der SPD an seiner Impfstrategie hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vom Koalitionspartner gemeinsames Agieren in der Corona-Krise eingefordert. „In dieser echt schweren Phase der Pandemie, denke ich, erwarten die Bürgerinnen und Bürger zu Recht Geschlossenheit und Entschlossenheit ihrer Regierung“, sagte er am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. „Das funktioniert in so einer Phase nicht gut: gleichzeitig Regierung und Opposition sein zu wollen. Irgendwie hat es auch seit 20 Jahren für die SPD nicht gut funktioniert.“ Und mit einem Zusatz warf Spahn der SPD indirekt vor, bereits wahltaktisch zu agieren: „Ich glaube nicht, dass das jetzt im Wahljahr besser läuft.“

Mehrere SPD-Politiker, zuletzt am Montag Generalsekretär Lars Klingbeil, hatten Spahn dafür verantwortlich gemacht, dass einige andere Länder beim Impfen weiter sind als Deutschland. „Wir sehen in diesen Tagen, dass es chaotische Zustände gibt“, hatte Klingbeil gesagt und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, sich einzuschalten.

Max Seidenfaden