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Schottland geht erneut in den Lockdown

16:27
04.01.2021
Angesichts stark steigender Corona-Zahlen gilt in Schottland ab Dienstag erneut ein Lockdown. Auch die Schulen sollen bis Anfang Februar geschlossen bleiben, wie die Regierungschefin Nicola Sturgeon am Montag in Edinburgh mitteilte.

Nur Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen können noch vor Ort lernen, alle anderen sollen online unterrichtet werden. Treffen mit anderen Haushalten sind auf zwei Personen draußen beschränkt. Die Menschen sollen - soweit möglich - zuhause bleiben. Sportaktivitäten in der Gruppe sind verboten, außerdem müssen nicht-essenzielle Geschäfte und die Gastronomie geschlossen bleiben. Zuvor galt in Schottland ein mehrstufiges Regelsystem je nach Infektionslage.

Sturgeon sagte, sie sei so besorgt über die aktuelle Lage wie zuletzt Anfang März zu Beginn der Pandemie. In den vergangenen Tagen schossen die Fallzahlen in Schottland in die Höhe, mehrfach lag die Zahl der Neuinfektionen bei mehr als 2600.

Die Landesteile in Großbritannien machen jeweils ihre eigene Corona-Politik: In Schottland gelten andere Regeln als in England oder Wales. Auch in England wird jedoch angesichts der Belastung des Gesundheitssystems über eine Verschärfung der Maßnahmen diskutiert.

Michael Rabba

Etwa 11.000 Schleswig-Holsteiner bislang gegen Covid-19 geimpft

15:20
04.01.2021
Etwa 11.000 Schleswig-Holsteiner sind laut Gesundheitsministerium bislang gegen Covid-19 geimpft worden. Diese Impfungen erfolgten durch mobile Impfteams und in Krankenhäusern, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Im Kampf gegen das Coronavirus haben die ersten Impfzenten im Norden am Montag ihren Betrieb aufgenommen.

Weitere 15 000 Impfdosen (Erst- und Zweitimpfung) seien über Anmeldungen in den Impfzentren bereits verplant, sagte der Sprecher. Insgesamt hat das nördlichste Bundesland bislang rund 48 000 Impfdosen erhalten. Am Freitag werden weitere 24 000 erwartet.

Bundesweit wurden bis Montag (Stand 12.00 Uhr) 264 952 Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner erfolgten demnach bisher in Mecklenburg-Vorpommern (7,1). Für Schleswig-Holstein gab das RKI die Zahl der gemeldeten Impfungen mit 9557 an. Der Landesschnitt lag mit 3,3 Impfungen pro 1000 Einwohner minimal über dem Bundeswert von 3,2.

Unter den Geimpften sind rund 114 300 Bewohner von Pflegeheimen. Etwa 122 400 Menschen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen. Darunter fällt medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege. Insgesamt 62 805 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft. In knapp 8000 Fällen gab es einen medizinischen Anlass. Pro Person kann es mehr als einen Grund für die Impfung geben.

Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen zum Impfgeschehen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

Michael Rabba