Letztes Update:
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Sorge vor mehr Depressionen bei Kindern durch Corona-Regeln

07:33
02.01.2021
Der Chefarzt der Clemens-August-Jugendklinik in Neuenkirchen-Vörden (Landkreis Vechta), Andreas Romberg, sieht in den Corona-Regeln einen Auslöser für psychische Probleme bei Kindern und Jugendlichen. „Wir spüren schon jetzt, dass die psychischen Belastungen der Kinder und Jugendlichen besonders hoch sind. Die Betroffenen leiden unter anderem an schweren Depressionen und Angstzuständen“, so Romberg. Er rechne auch in Zukunft mit mehr psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen.

Der Lockdown und auch die verlängerten Ferien würden die Rückzugsräume von Kindern und auch Eltern verringern. Konflikte seien deswegen laut Romberg vorprogrammiert. Besonders Kinder und Jugendliche, die sich nur schwer in Gruppen integrieren können und zudem aus ärmeren Familien stammen, treffe es härter. Spaziergänge oder Spielplatzbesuche würden sowohl Eltern als auch Kindern helfen. Besonders wichtig sei es außerdem, Hilfseinrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe weiter offen zu halten.

Jan-Felix Jasch

12.690 Corona-Neuinfektionen und 336 neue Todesfälle gemeldet

07:06
02.01.2021
Am ersten Tag des neuen Jahres haben die deutschen Gesundheitsämter 12.690 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 336 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten ist jedoch momentan schwierig, weil während der Weihnachtsfeiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI noch zu Nachmeldungen kommen. Vor einer Woche, also am ersten Weihnachtsfeiertag, waren 14.455 Corona-Neuinfektionen und 240 Todesfälle registriert worden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30.12.) erreicht worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 141,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Freitag, dem Neujahrstag, Sachsen mit 341,2 und Thüringen mit 244,7. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 74,2.

Jan-Felix Jasch