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Berlins Polizeipräsidentin: Für illegale Demos an Silvester gewappnet

12:09
31.12.2020
Berlins Polizei stellt sich auch für den Silvestertag auf illegale Demonstrationen ein. Es sei nicht auszuschließen, dass es zu unerlaubten Versammlungen komme - „seien es Querdenker, sei es aus dem linksextremistischen Bereich“, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Donnerstag im RBB-Inforadio. Es gebe solche Aufrufe im Internet. „Das müssen wir gut im Auge haben.“ Am Mittwoch hatten zwei Gerichte das Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr in Berlin während der Corona-Pandemie für rechtens erachtet.

Grundsätzlich rechne die Polizei damit, dass es ein „besonderes Silvester mit besonderen Aufgaben“ werde, sagte Slowik. Die Hauptaufgabe sei, Ansammlungen von Menschen wegen des Infektionsrisikos zu verhindern. Kontrollieren will die Polizei etwa die Feuerwerksverbotszonen - 56 an der Zahl in der ganzen Stadt.

Über diese Areale könne sich jeder im Internet informieren, sagte Slowik. Die Regelungen des Senats halte sie für verhältnismäßig. Aber natürlich gebe es Bereiche, an denen normalerweise viel geböllert wird - „und da wird es auch dieses Jahr nicht ausbleiben“, sagte sie. Die Polizei sei aber gut vorbereitet. Die Gewerkschaft der Polizei in Berlin (GdP) hatte die Verbotszonen als nicht umsetzbar kritisiert.

Bei Verstößen wollen die Beamten mit den Menschen sprechen und auf die Verbote hinweisen, wie Slowik erläuterte. Ein großer Teil höre auf die Polizei. Möglich seien aber auch Bußgelder von bis zu 1000 Euro. Eine Mehrheit der Berliner hält die Polizeipräsidentin für „vernünftig“ - diese blieben zu Hause und feiertem im kleinen Kreis.

Von Abstechern zum Brandenburger Tor riet Slowik ab. Von der dortigen TV-Silvestershow könnten Schaulustige nichts mitbekommen, das Tor sei weiträumig abgesperrt. Das Regierungsviertel werde intensiv geschützt. Die Polizei ist nach eigenen Angaben mit gut 2900 Kräften im Einsatz.

Sarah Haferkamp

Corona-Impfstoff in weiterer Region in Niedersachsen eingetroffen

10:57
31.12.2020
In einer weiteren Region in Niedersachsen ist kurz vor dem Jahreswechsel Impfstoff gegen das Coronavirus eingetroffen: Die erste Lieferung sei da, teilte die Stadt Braunschweig am Donnerstag mit. „Zwei mobile Teams unter Führung der Berufsfeuerwehr beginnen noch am heutigen Silvestertag mit der Impfung von Bewohnerinnen und Bewohnern eines Altenheims“, so die Stadt.

Am vergangenen Sonntag hat die größte Impfaktion in der Geschichte Niedersachsens in Bad Rothenfelde im Landkreis Osnabrück begonnen. Auch im Kreis Cloppenburg, in der Graftschaft Bentheim, im Landkreis Nienburg und in der Region Hannover erhielten Frauen und Männer Spritzen, die sie vor einer schweren Erkrankung durch das Coronavirus schützen sollen.

Zuerst werden besonders gefährdete hochbetagte Menschen und Pflegepersonal geimpft. Nach dem Plan der Landesregierung soll spätestens am 6. Januar jedes der 50 Impfzentren im Land seine Impfdosen haben. Der Impfstoff ist derzeit knapp - bis Ende März soll Niedersachsen rund 1 Million Dosen bekommen. Da für einen wirksamen Schutz zwei Spritzen nötig sind, können damit etwa 500 000 Menschen geimpft werden. Niedersachsen hat knapp acht Millionen Einwohner.

Sarah Haferkamp