SPD-Chefin Saskia Esken will Vermögende in der Corona-Krise stärker zur Kasse bitten. Die Krise dürfe „die soziale Spaltung nicht weiter vertiefen“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Daher müssten starke Schultern gerade jetzt einen größeren Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten. „Ob das in Form einer Vermögensteuer oder einer einmaligen Vermögensabgabe erfolgt - darüber kann man diskutieren.“
Menschen mit niedrigen Einkommen hätten in der Krise „massive Einbußen an Einkommen und sozialer Sicherheit erlitten“, sagte Esken. „In derselben Zeit sind die großen Vermögen in Deutschland und auf der ganzen Welt explosionsartig gewachsen.“ Norbert-Walter Borjans, der zweite SPD-Vorsitzende neben Esken, hatte bereits Anfang Dezember ähnliche Forderungen gestellt.