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20201230164137

Niedersachsen erhält weniger Impfdosen als angekündigt

16:00
30.12.2020
Niedersachsen steht zum Start der Corona-Impfkampagne weniger Impfstoff zur Verfügung als ursprünglich angekündigt. Am Mittwoch seien rund 15.000 Impfdosen weniger angekommen als zugesagt, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Damit standen für landesweit rund 56.000 Menschen je zwei Impfdosen zur Verfügung. Zunächst ging das Ministerium davon aus, dass die für nächste Woche angekündigte Lieferung von weiteren 63.000 Dosen komplett entfällt. Laut Bundesgesundheitsministerium soll es aber am 8. Januar und dann wieder am 18. Januar neuen Impfstoff geben.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sagte: „Erkennbar ist die Produktion noch nicht zuverlässig.“ Der SPD-Politiker wies den Vorwurf zurück, Niedersachsen habe den Impfstart verschlafen. Das Land halte bewusst die Hälfte der Dosen zurück, um für jeden Geimpften auch die notwendige zweite Impfung innerhalb weniger Wochen sicherzustellen.  

Jan-Felix Jasch

Bund: Nächste Corona-Impfstofflieferung am 8. Januar

15:16
30.12.2020
Für die Corona-Impfungen in Deutschland soll nun doch schon in der ersten Woche des neuen Jahres Nachschub kommen. Mit dem Impfstoff-Hersteller Biontech habe vereinbart werden können, dass die nächste Lieferung - wie ursprünglich geplant - bereits nächste Woche, am 8. Januar, erfolgen werde, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Danach solle die nächste Lieferung am 18. Januar kommen, ab dann vorerst wöchentlich jeweils montags. Dabei würden anfangs etwa 670.000 Dosen pro Woche geliefert.

Aus mehreren Bundesländern war am Mittwoch Kritik laut geworden, dass eine für die erste Kalenderwoche 2021 zugesagte Lieferung ausbleiben sollte. Demnach sollte es erst am 11. Januar Nachschub geben, also in der zweiten Kalenderwoche 2021.

Jan-Felix Jasch

Paul-Ehrlich-Institut: Corona-Impfungen auch für Allergiker geeignet

14:52
30.12.2020
Menschen mit allergischen Erkrankungen haben generell kein höheres Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen bei der Corona-Impfung. Das habe eine eingehende Prüfung der Datenlage durch Experten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) und der Europäischen Arzneimittelbehörde ergeben, teilte das PEI mit. Bekannte Allergien gegenüber Lebensmitteln und Medikamenten seien deshalb laut der EMA-Zulassung keine Kontraindikation gegen den derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoff.

In Großbritannien war es nach Beginn der Impfungen mit dem Impfstoff „Comirnaty“ der Unternehmen Biontech und Pfizer in Einzelfällen zu schweren allergischen Reaktionen gekommen. Die britischen Behörden empfahlen daraufhin, Menschen nicht zu impfen, die schon einmal eine schwere allergische Reaktion auf einen Impfstoff, ein Medikament oder auf ein Lebensmittel hatten. In der Zulassungs-Studie waren Patienten mit schweren Allergien ausgeschlossen.

Mögliche Auslöser der beobachteten schwerwiegenden Reaktionen könnten der Wirkstoff oder eingesetzte Hilfsstoffe sein. Dazu gehörten die PEG (Polyethylenglykol)-haltigen Nanopartikel, in denen der Wirkstoff verpackt ist. Personen, die eine bekannte Allergie gegen Inhaltsstoffe des Impfstoffes haben, sollten PEI und EMA zufolge nicht geimpft werden. Grundsätzlich könnten sich aber auch Allergiker gegen Covid-19 impfen lassen. Bei Menschen, die auf die erste Dosis allergisch reagieren, sollte die zweite Dosis nicht verabreicht werden. Grundsätzlich solle jede Person 15 Minuten nach der Impfung beobachtet werden, eine angemessene medizinische Behandlung für schwere allergische Reaktionen bereitstehen.

Jan-Felix Jasch