Letztes Update:
20201226184936

Corona-Mutation aus England auch in Schweden aufgetaucht

17:26
26.12.2020
Auch in Schweden ist ein erster Fall der in England aufgetretenen Variante des Coronavirus festgestellt worden. Die Ansteckung sei bei einem zu den Weihnachtsferien aus Großbritannien eingetroffenen Reisenden nachgewiesen worden, teilte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde am Samstag mit. Andere Mitglieder des Haushalts seien nicht betroffen. Der Reisende habe sich nach der Ankunft in Isolation begeben, hieß es. Dass es weitere Fälle gebe, könne aber nicht ausgeschlossen werden.

Aus Sorge vor der Corona-Mutation aus England hatte Schweden kürzlich ein Flugverbot für Passagiermaschinen aus Großbritannien erlassen. Es gilt bis einschließlich Silvester. Frachtmaschinen und Ambulanzflüge sind davon ausgenommen, Ausnahmen gibt es auch in dringenden Familienangelegenheiten. Die neue Corona-Variante ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form.

Patrick Reichelt

150 neue Fälle über Weihnachten in Bremen

16:39
26.12.2020
Das Bremer Gesundheitsressort hat die neusten Corona-Zahlen mit den Nachmeldungen für die Feiertage veröffentlicht. Demnach gab es über Weihnachten insgesamt 150 weitere bestätigte Infektionen (Heiligabend: +92 Fälle, erster Weihnachtstag: +28, zweiter Weihnachtstag: +30). Im Land Bremen klettert die Zahl der bestätigten Gesamtinfektionen damit auf 13.172, wovon 10.950 wieder genesen sind. Aktuell sind damit 2041 Menschen nachweislich akut infiziert. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt auf 181.

Patrick Reichelt

Experte: „Das Impfen wird die Epidemie vorerst nicht beeinflussen“

16:31
26.12.2020
Der Corona-Impfstart am Sonntag in ganz Deutschland wird nach Einschätzung des Kieler Infektionsmediziners Prof. Helmut Fickenscher „die Epidemie vorerst nicht beeinflussen“. „Dies liegt daran, dass wir einfach viel zu viele Leute zu impfen haben und noch längere Zeit nicht genügend Impfstoff zu Verfügung haben werden“, sagte Fickenscher der Deutschen Presse-Agentur. Er ist Direktor des Instituts für Infektionsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten.

Eine günstige Corona-Entwicklung 2021 hängt laut Fickenscher davon ab, ob die weitgehende Durchimpfung der Bevölkerung - seien es nun 60 oder 80 Prozent - vor dem Winter 2021/2022 abgeschlossen ist. Vor Ostern rechnet Fickenscher nicht mit deutlichen Lockerungen der Corona-Auflagen. Vielleicht könnten einige Branchen vorher schon wieder öffnen. Aber eine relevante Lockerung im Alltag erwarte er erst, wenn es deutlich wärmer wird. Daher wünsche er sich, dass der Frühling warm und frühzeitig beginne.

Max Seidenfaden