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Corona-Zahlen in Israel auf Höchststand

12:57
25.12.2020
Kurz vor Beginn eines dritten Teil-Lockdowns in Israel sind die Corona-Zahlen in dem Land auf den höchsten Stand seit fast drei Monaten geklettert. Das Gesundheitsministerium teilte am Freitag mit, binnen 24 Stunden seien 3958 neue Fälle gemeldet worden - so viele hatte es in dem Mittelmeerland seit Anfang Oktober nicht mehr gegeben.

Zum Vergleich: In Deutschland, das etwa neunmal mehr Einwohner hat als Israel, wurden nach Angaben vom Freitag 25 533 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Angesichts der steigenden Zahlen soll in Israel von Sonntagnachmittag ein dritter Teil-Lockdown verhängt werden. Dieser soll für mindestens zwei Wochen gelten, es wird jedoch schon mit einer Verlängerung um zwei oder drei weitere Wochen gerechnet.

Israel hatte angesichts der Ausbreitung einer neuen, möglicherweise besonders ansteckenden Variante des Coronavirus seine Einreisebeschränkungen verschärft. Auch in Israel sind aber nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits Fälle mit der in Großbritannien entdeckten Coronavirus-Mutation identifiziert worden.

Seit knapp einer Woche läuft in Israel eine Impfkampagne. Bereits 210 000 Menschen aus der Gruppe der über 60-Jährigen und des medizinischen Personals haben nach Angaben des Gesundheitsministers Juli Edelstein die erste Impfdosis erhalten. Es wird damit gerechnet, dass im Januar schon mit der Impfung der allgemeinen Bevölkerung begonnen werden könnte.

Michael Rabba

Papst: Impfstoff allen zugänglich machen

12:29
25.12.2020
In seiner Weihnachtsbotschaft hat Papst Franziskus für Frieden und ein Endes des Leids auf der Welt gebetet und den Gläubigen den päpstlichen Segen „Urbi et orbi“ gespendet. „Wir sitzen alle im gleichen Boot“, sagte der 84-Jährige am Freitag in der Benediktionsaula des Apostolischen Palastes. Die Feier musste wegen der Corona-Beschränkungen dorthin verlegt werden. An Ostern hatte Franziskus den Segen noch im Petersdom gesprochen.

In seiner Weihnachtsbotschaft betete er für die Menschen, die Leid und Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie erfahren hatten, zum Beispiel Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden. Impfstoffe sollten allen und vor allem den Verletzlichsten zugänglich gemacht werden, forderte er. Außerdem gedachte Franziskus den Menschen, die unter Gewalt und Terror in Kriegs- und Krisengebieten litten. Gleichzeitig betete der Pontifex für Frieden und Waffenstillstände in vielen Ländern der Erde.

Im Anschluss spendete das Oberhaupt der katholischen Kirche den Segen „Urbi et orbi“ (Für die Stadt und den Erdkreis). Damit erlässt der Papst den Gläubigen die Strafen für ihre Sünden. Er gehört zu den wichtigsten Segen der katholischen Kirche.

Michael Rabba