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20201224095352

Hohe Coronazahlen in den USA: 228.131 Neuinfektionen und 3359 Tote

09:21
24.12.2020
In den USA breitet sich das Coronavirus weiter aus. Am Mittwoch - einen Tag vor Heiligabend - wurden binnen eines Tages 228.131 Neuinfektionen und 3359 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion erfasst, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Donnerstagmorgen (MEZ) hervorging. Die bisher höchsten Werte wurden vergangene Woche mit 249.709 Neuinfektionen (18. Dezember) und 3682 Toten (16. Dezember) verzeichnet.

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hatte die Amerikaner in seiner Ansprache vor den Feiertagen zu Vorsicht ermahnt, um weitere Infektionen zu vermeiden. Dazu gehöre auch, Weihnachten in diesem Jahr nicht wie üblich mit vielen Familienmitgliedern zu feiern.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern etwa 18,4 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 326.200 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Jan-Felix Jasch

32.195 Corona-Neuinfektionen und 802 neue Todesfälle gemeldet

09:10
24.12.2020
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 32.195 neue Fälle und 802 Todesfälle binnen eines Tages übermittelt, wie das RKI am Donnerstag bekanntgab. Am vergangenen Donnerstag (17.12.) übermittelten die Gesundheitsämter dem RKI 26.923 neue Corona-Fälle und 698 Todesfälle. Allerdings fehlen bei diesem Wert aus technischen Gründen rund 3500 Infektionen aus Baden-Württemberg. Auch wegen der deswegen entstandenen Nachmeldungen war am Freitag der Höchstwert von 33.777 Neuinfektionen verzeichnet worden. Der Höchststand von 962 Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Donnerstag bei 196,2. Am Dienstag war mit 197,6 ein Höchststand erreicht worden. Den mit Abstand höchsten Wert erreicht Sachsen: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 425,7, also mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Es folgt Thüringen mit einem Wert von 327,9. Der niedrigste Wert wird in Mecklenburg-Vorpommern mit 95,6 verzeichnet.

Jan-Felix Jasch

Bischöfe: Corona sorgt bei Kirchen nicht für Mitgliederschwund

08:35
24.12.2020
Seit Jahren verzeichnen die christlichen Kirchen einen Mitgliederschwund, die Pandemie wird diese Entwicklung aus Sicht niedersächsischer Bischöfe aber nicht beschleunigen. „Viele Menschen machen eine ganz neue Erfahrung, dass sie sich zu Hause Gottesdienste gestreamt anschauen oder am Radio hören oder das persönliche Gebet stärker in den Blick nehmen“, sagte der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer der Deutschen Presse-Agentur. Die gestreamten Gottesdienste aus dem Hildesheimer Dom hätten teilweise rund 800 Klicks gehabt - mehr als die reale Besucherzahl von 250 bis 300 Menschen im Dom am Wochenende. „Ich hoffe nicht, dass noch mehr Menschen der Kirche fernbleiben“, sagte der 59-Jährige.

Hannovers Landesbischof Ralf Meister sagte: „Natürlich hat es uns im ersten Lockdown zu Ostern geschockt, keine Präsenzgottesdienste mehr feiern zu können.“ Doch die Kreativität für alternative Formen, die daraufhin in den Gemeinden in kürzester Zeit entwickelt wurde, sei beeindruckend gewesen. „Vielerorts war der Zulauf zu den neuen Formen groß, und die sichtbare Gemeinde ist seitdem vielfältiger und jünger geworden“, sagte der 58-Jährige. Der Katholik Wilmer und der Protestant Meister haben gemeinsam in der Kneipe Klickmühle einen Online-Gottesdienst aufgezeichnet, der an Heiligabend auf den Youtube-Kanälen des Bistums und der Landeskirche ausgestrahlt wird.

Die Kirche sei mit gestreamten Gottesdiensten oder anderen Online-Angeboten auch während des Lockdowns im Frühjahr sichtbar geblieben, meint auch der katholische Bischof von Osnabrück, Franz-Josef Bode. „Das ist eine ganz gute Form, die wir da gefunden haben, das sollten wir beibehalten“, sagte der 69-Jährige der dpa. Der Gottesdienst komme inzwischen zu den Leuten nach Hause ins Wohnzimmer, damit sei eine völlig neue liturgische Form entstanden. „Dafür sind die Leute, die nicht aus dem Haus kommen, sehr dankbar.“

Jan-Felix Jasch