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Bedford-Strohm: Keine generelle Gottesdienst-Absage zu Weihnachten

07:30
23.12.2020
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, hat sich gegen eine generelle Absage von Präsenz-Gottesdiensten an Weihnachten zum Schutz vor Corona-Infektionen ausgesprochen. „Nein, keine generelle Absageempfehlung“, sagte Bedford-Strohm am Mittwoch in der Radiosendung „Bayern 2-radioWelt“ des Bayerischen Rundfunks. „Das muss jetzt vor Ort entschieden werden“, fügte er hinzu.

„Es gibt nur einen schmalen Korridor“, betonte Bedford-Strohm. Es gebe Menschen, für die ein Livestream-Gottesdienst eine ideale Alternative sei. Es gebe aber auch einsame Menschen, die einen Gottesdienst vor Ort benötigen, allerdings „nur unter den strengsten Hygieneauflagen.“ Es gebe gute Gründe, auch an diesem Weihnachtsfest die Möglichkeit offenzuhalten, in den Kirchen die Weihnachtsbotschaft zu hören.

Max Seidenfaden

Lehrerverband glaubt nicht an Präsenzunterricht im neuen Jahr

07:19
23.12.2020
Der Deutsche Lehrerverband geht nicht davon aus, dass es nach den Weihnachtsferien an den Schulen in Deutschland wieder wie gewohnt weitergeht. „Auch wir rechnen nicht damit, dass vollständiger Präsenzunterricht ab dem 11. Januar wieder möglich ist“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. Abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen werde es weiterhin eine Phase des Wechselunterrichts mit halbierten Klassen, Hybridunterricht oder auch Phasen des reinen Distanzunterrichts geben müssen.

Meidinger forderte einen bundesweit gültigen Hygienestufenplan, der klar regele, ab welchem regionalem Inzidenzgeschehen an Schulen welche Gesundheitsschutzmaßnahmen ergriffen werden müssten, von der Maskenpflicht im Unterricht über die Halbierung von Klassen bis hin zu Unterricht zu Hause. „Nur so bekommen wir auch wieder mehr Berechenbarkeit in den Schulbetrieb und Schulleitungen könnten sich bei steigenden Infektionszahlen rechtzeitig auf die nächste Stufe einstellen.“ Bisher regeln das die Bundesländer selbst in eigenen Vorgaben für ihre Schulen.

Max Seidenfaden

Altmaier: Bei hohen Coronazahlen verbieten sich Lockerungen

06:29
23.12.2020
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat in der Corona-Krise eine Verlängerung des harten Lockdowns über den 10. Januar hinaus angedeutet. „Solange ganz Deutschland ein riesengroßer Hotspot ist, verbieten sich Lockerungen praktisch von selbst“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Altmaier sprach sich außerdem für einen Strategiewechsel im Kampf gegen das Virus aus.

Altmaier sagte: „Ich wünsche mir, dass wir aus den letzten Monaten eine Lehre ziehen - nämlich, dass wir die Maßnahmen, die wir ergreifen, mehr von objektiven Gegebenheiten und weniger von ad-hoc-Entscheidungen abhängig machen.“ Bund und Länder hätten sich darauf verständigt, dass in einer Stadt oder in einem Kreis gehandelt werden müsse, wenn die Inzidenz über einem Wert von 50 pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen liege.

Max Seidenfaden