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Biden schwört Bürger in den USA auf harte Zeiten ein

21:12
22.12.2020
Der künftige US-Präsident Joe Biden hat die Bürger in den USA angesichts der anhaltend starken Corona-Pandemie auf harte Zeiten eingeschworen. „Hier ist die einfache Wahrheit: Die dunkelsten Tage im Kampf gegen Covid liegen noch vor uns, nicht hinter uns“, sagte der Demokrat am Dienstag in Wilmington in seinem Heimat-Bundesstaat Delaware in einer Ansprache vor den Feiertagen. „Wir müssen uns darauf vorbereiten, unser Rückgrat zu stärken. So frustrierend das ist, wir werden Geduld brauchen, Durchhaltevermögen und Entschlossenheit, um das Virus zu besiegen“, sagte Biden.

Der gewählte Präsident verwies darauf, dass es noch einige Monate dauern werden, bis die rund 330 Millionen Menschen in Amerika gegen Corona geimpft werden könnten. Daher sei es wichtig, über die Feiertage und darüber hinaus weiter alle Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, um weitere Infektionen zu vermeiden. Dazu gehöre auch, Weihnachten in diesem Jahr nicht wie üblich mit vielen Familienmitgliedern zu feiern, mahnte Biden.

Der 78-Jährige war am Montag vor laufenden Kameras geimpft worden. Er habe „absolutes Vertrauen“ in den Impfstoff, sagte Biden. Er freue sich schon auf die zweite Spritze des Impfstoffs der Hersteller Pfizer und Biontech, fügte er hinzu.

Michael Rabba

Spanien: Milliardenschweres Hilfspaket für Tourismus, Gastronomie und Einzelhandel

20:48
22.12.2020
Die linke Regierung Spaniens hat für die von der Corona-Pandemie besonders schwer getroffenen Bereiche Tourismus, Gastronomie und Einzelhandel ein milliardenschweres Hilfspaket geschnürt. Auf einer Kabinettssitzung wurde am Dienstag in Madrid ein Rettungsplan in Höhe von 4,22 Milliarden Euro beschlossen. Regierungssprecherin María Jesús Montero sprach von einem „ehrgeizigen Plan“ und einer „enormen Anstrengung“. Vorgesehen seien unter anderem Mietzuschüsse und weitere Finanzspritzen, Nachlässe bei den Sozialabgaben, Erleichterungen bei den Steuerzahlungen sowie eine Verlängerung der Kurzarbeitsprogramme.

Madrid will außerdem die Großvermieter von Läden, die für zehn oder mehr Lokale Geld kassieren, zu Nachlässen von 50 Prozent zwingen, falls auf dem Verhandlungsweg keine Lösung zustande kommt. Die Maßnahme soll bis zum Ende des Corona-Notstands Anfang Mai nächsten Jahres gelten. Davon werden nach amtlichen Schätzungen im ganzen Land knapp 200 000 Unternehmer profitieren.

Die Reisebeschränkungen infolge der Corona-Pandemie haben das vom Reiseverkehr stark abhängige Spanien besonders hart getroffen. Nach jüngsten Zahlen der Statistikbehörde INE gingen die Einnahmen des Tourismussektors - der gut zwölf Prozent des spanischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht - in den ersten zehn Monaten von 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 63 Milliarden auf rund 18,5 Milliarden Euro zurück. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Land mehr als 1,8 Millionen Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 gezählt, fast 50 000 Menschen starben mit Covid-19.

Michael Rabba