Medizinstudenten in Niedersachsen fühlen sich trotz ihrer Hilfe bei der Versorgung von Covid-19-Kranken von der Landesregierung alleingelassen. Im ersten Lockdown hätten sich nach Aufforderung der Landesregierung allein an der Medizinischen Hochschule Hannover etwa 1000 Freiwillige für die Krankenversorgung gemeldet, teilte der Allgemeine Studierendenausschuss der MHH am Montag mit. Dessen Vorsitzender Lennart Simon forderte die Anerkennung der Hilfe als Studienleistung - „schnell, flexibel und unkompliziert“.
Denn der der Studienverlauf sei gestört worden, eine angemessene Vorbereitung oft nicht möglich gewesen - zumal viele Studenten nach Beginn des digitalen Sommersemesters noch ausgeholfen hätten, stellte der AStA fest. Diese Doppelbelastung solle nun nicht angerechnet werden. Und das, obwohl mitten im zweiten Lockdown erneut nach dem Einsatz der Studenten gefragt werde, teilte der AStA mit.
„Natürlich stehen wir im Falle einer drohenden Überforderung des Gesundheitssystems erneut zur Verfügung.“ Dabei versuchten die Studenten ihr Studium und die zu leistende Arbeit in der Krankenversorgung bestmöglich in Einklang zu bringen.