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20201221130151

Medizinstudenten helfen Coronakranken: Als Studienleistung anerkennen

12:33
21.12.2020
Medizinstudenten in Niedersachsen fühlen sich trotz ihrer Hilfe bei der Versorgung von Covid-19-Kranken von der Landesregierung alleingelassen. Im ersten Lockdown hätten sich nach Aufforderung der Landesregierung allein an der Medizinischen Hochschule Hannover etwa 1000 Freiwillige für die Krankenversorgung gemeldet, teilte der Allgemeine Studierendenausschuss der MHH am Montag mit. Dessen Vorsitzender Lennart Simon forderte die Anerkennung der Hilfe als Studienleistung - „schnell, flexibel und unkompliziert“.

Denn der der Studienverlauf sei gestört worden, eine angemessene Vorbereitung oft nicht möglich gewesen - zumal viele Studenten nach Beginn des digitalen Sommersemesters noch ausgeholfen hätten, stellte der AStA fest. Diese Doppelbelastung solle nun nicht angerechnet werden. Und das, obwohl mitten im zweiten Lockdown erneut nach dem Einsatz der Studenten gefragt werde, teilte der AStA mit.

„Natürlich stehen wir im Falle einer drohenden Überforderung des Gesundheitssystems erneut zur Verfügung.“ Dabei versuchten die Studenten ihr Studium und die zu leistende Arbeit in der Krankenversorgung bestmöglich in Einklang zu bringen.

Jan-Felix Jasch

Virusvariante: Experten erwarten keine Beeinträchtigung der Impfung

11:45
21.12.2020
Auf die Wirksamkeit der Impfung wird sich die derzeit in Großbritannien zirkulierende neue Virusvariante vermutlich zunächst nicht nachteilig auswirken. „Ich sehe da derzeit keinen Grund für Alarm“, sagt Richard Neher vom Biozentrum der Universität Basel. Auch Andreas Bergthaler von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM) in Wien, hält die derzeitige Entwicklung nicht für „wahnsinnig alarmierend“. Dass Mutationen auftauchen, sei nicht ungewöhnlich, derzeit wisse man nicht, ob die beobachteten Veränderungen die Eigenschaften des Erregers überhaupt entscheidend beeinflussen.

Seit einigen Wochen breitet sich im Südosten Englands eine Coranavirus-Variante aus, die ersten Erkenntnissen zufolge ansteckender ist als bisherige Varianten. Dass sich diese schneller ausbreite, sei grundsätzlich plausibel, sagt Neher. Wenn sich das bestätige, seien deutlich schärfere Maßnahmen nötig, um die Ausbreitung einzudämmen. Denkbar sei aber auch, dass die derzeitige verstärkte Ausbreitung dieser Variante letztlich Zufall sei und etwa auf ein Superspreading-Event zurückgehe.

Auch der Berliner Virologe Christian Drosten hatte auf Twitter darauf hingewiesen, dass die Mutationen dem Virus nicht zwingend einen Vorteil gegenüber anderen Varianten verschafften. In Deutschland sei die neue Variante bisher nicht festgestellt worden.

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte betont, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Mutation schwerere Krankheitsverläufe oder eine höhere Sterblichkeitsrate auslöse oder dass Impfstoffe gegen die Mutation weniger effektiv seien.

Jan-Felix Jasch