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20201218142440

Schleswig-Holstein: Fast 89 Prozent der Corona-Toten aus Heimen

14:04
18.12.2020
Fast 89 Prozent der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind in Schleswig-Holstein in den vergangenen drei Monaten Bewohner von Alten- und Pflegeheimen gewesen. Das geht aus Zahlen hervor, die das Gesundheitsministerium am Freitag in Kiel auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Demnach sind 119 Heimbewohner in Schleswig-Holstein im Zeitraum
21. September bis 14. Dezember nach einer Corona-Infektion gestorben. In diesem Zeitraum stieg die Zahl der Menschen im Land, die an oder mit Covid-19 starben, nach Angaben der Landesregierung um insgesamt 134 von 161 (Stichtag 21. September) auf 295 (Stichtag 14. Dezember). Rechnerisch machen die 119 Toten aus Heimen rund 89 Prozent der insgesamt 134 erfassten Corona-Opfer in ganz Schleswig-Holstein in den drei vergangenen Monaten aus.

Alten- und Pflegeheime sind auch in Schleswig-Holstein immer wieder Brennpunkte für Corona-Ausbrüche. Der Kreis Nordfriesland meldete am Donnerstag, dass 52 Bewohner und 13 Mitarbeiter der Seniorenresidenz „Alloheim“ in Bredstedt positiv auf Corona getestet worden seien. Sämtliche 96 Bewohner sowie Beschäftigte seien seit Tagen in Quarantäne. Nach einem Corona-Ausbruch in einem Norderstedter Heim im Oktober waren bis Mitte November 15 Bewohner gestorben.

Max Seidenfaden

Bundesrat stimmt Corona-Entschädigung für Eltern zu

13:58
18.12.2020
Der Bundesrat hat den neuen Entschädigungsregeln für Eltern zugestimmt, die wegen geschlossener Kitas und Schulen oder eingeschränkten Betriebs der Einrichtungen nicht zur Arbeit können. Eine Verdienstausfallentschädigung vom Staat gibt es nun auch, wenn Schulen nicht geschlossen werden, sondern lediglich die Präsenzpflicht ausgesetzt wird, so wie das in einigen Bundesländern jetzt der Fall ist. Voraussetzung ist, dass das Kind nicht anderweitig „zumutbar“ betreut werden kann.

Betroffene Eltern von Kindern bis zwölf Jahre oder Kindern mit Behinderung haben Anspruch auf eine Lohnersatzzahlung von 67 Prozent des Nettolohns. Maximal kann man 2016 Euro monatlich bekommen. Der Anspruch gilt für 20 Wochen - jeweils zehn Wochen für Mütter und zehn für Väter oder 20 für Alleinerziehende. Die Regelung soll rückwirkend ab dem 16. Dezember gelten - und damit auch für den aktuellen Lockdown. Die Anträge für die Entschädigung stellt der Arbeitgeber bei der zuständigen Behörde vor Ort.

Max Seidenfaden

Kurz vor Weihnachten große Nachfrage nach Corona-Tests

13:30
18.12.2020
 Kurz vor Weihnachten ist der Bedarf nach Corona-Tests bei den Hamburgern offenbar groß. „Wir erleben eine stark steigende Nachfrage, besonders in den Nachmittags- und Abendstunden“, sagte eine Sprecherin des kommerziellen Anbieters Centogene (Rostock) mit Testzentrum am Hamburger Flughafen.

Auf der Website von „Corona Freepass“ waren nach Stand von Freitag (18.12) laut Buchungssystem vor Weihnachten alle Termine für die Corona-Gurgeltests auf dem Spielbudenplatz nahe der Reeperbahn ausgebucht. Andere Anbieter wie das Unternehmen DasLab (München) gaben auf dpa-Anfrage an, in Hamburg noch Kapazitäten frei zu haben.

Im Testzentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hamburg-Hamm werden laut einer Sprecherin bis einschließlich einen Tag vor Weihnachten rund 140 Beprobungen pro Tag gemacht. Damit sei der Standort voll ausgelastet.

Max Seidenfaden