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20201218103959

Küste rechnet mit Zweitwohnungsbesitzern zu Weihnachten

10:27
18.12.2020
Inselkommunen und Kreise auf der ostfriesischen Halbinsel stellen sich auf Zweitwohnungsbesitzer ein, die zu den Feiertagen an die Küste kommen könnten. „Alle sind sich einig, dass unnötige Reisen vermieden werden sollen“, sagte Borkums Bürgermeister Jürgen Akkermann (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Auch bei der Anreise etwa in Zügen oder auf Fähren gebe es ein Infektionsrisiko. Der Appell sei daher zu den Feiertagen „nicht die ganze Familie in Bewegung zu setzen“, um an die Küste zu fahren. Allein Borkum zählt rund 2400 Zweitwohnungen.

Aus der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen geht hervor, dass Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Gästehäusern oder Ferienwohnungen aus touristischen Gründen nicht erlaubt sind. Zweitwohnungsbesitzer, die etwa ein Ferienhaus an der Küste oder auf einer Insel haben, dürfen dort auch ihre Familie über Weihnachten und Silvester - unter Beachtung der Personengrenzen - empfangen und übernachten lassen, wie die Landesregierung mitteilte. Zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr waren auch Zweitwohnsitzbesitzer an der Küste zeitweise nicht willkommen.

Auch die Insel Norderney ruft dazu auf, von nicht notwendigen Reisen abzusehen. Ohnehin sei das öffentliche Leben durch die Streichung des touristischen Angebots und die weitgehende Schließungen des Einzelhandels „drastisch eingeschränkt“. „Vor diesem Hintergrund bitten wir, derzeit Abstand von einer Reise nach Norderney zu nehmen“, heißt es in einer Mitteilung.

Die Landkreise auf der ostfriesischen Halbinsel und die Inseln wollen an diesem Freitag über die aktuelle Situation beraten, wie der Landkreis Friesland mitteilte.

Jan-Felix Jasch

Ifo-Geschäftsklima hellt sich trotz Lockdowns auf

09:38
18.12.2020
Die Unternehmensstimmung in Deutschland hat sich im Dezember trotz neuer Corona-Beschränkungen aufgehellt. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster Konjunkturindikator, stieg zum Vormonat um 1,2 Punkte auf 92,1 Zähler, wie das Ifo-Institut am Freitag in München mitteilte. Analysten hatten dagegen mit einer Eintrübung auf im Schnitt 90,0 Punkte gerechnet.

Der Corona-Lockdown treffe zwar einzelne Branchen hart, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. „Die deutsche Wirtschaft insgesamt zeigt sich jedoch widerstandsfähig.“ Sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten für das nächste halbe Jahr bewerteten die befragten Unternehmen besser. In den betrachteten Branchen hellte sich das Geschäftsklima bis auf den Bau auf, wo es stagnierte.

Jan-Felix Jasch