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20201217154214

Großbritannien verlängert Kurzarbeitsprogramm wegen Corona bis April

15:18
17.12.2020
Die britische Regierung verlängert wegen der schweren Corona-Folgen für die Wirtschaft ihre Kurzarbeitsmaßnahmen um einen Monat bis April 2021. Das „Furlough“-Programm sieht vor, dass der Staat bei Arbeitsausfall 80 Prozent der Gehälter übernimmt. Zudem werden die staatlichen Darlehensprogramme bis Ende März ausgedehnt, wie Finanzminister Rishi Sunak am Donnerstag sagte. „Unser Hilfspaket für Unternehmen und Arbeitnehmer ist nach wie vor eines der großzügigsten und effektivsten der Welt. Es hilft unserer Wirtschaft, sich zu erholen und schützt landesweit Existenzen“, sagte Sunak.

Die britische Wirtschaft hatte sich zuletzt etwas vom coronabedingten starken Einbruch im Frühjahr erholt. Im Vergleich zum Stand vor Beginn der Pandemie hinkt die Konjunktur aber weiter kräftig hinterher.

Max Seidenfaden

Über sieben Millionen Corona-Infektionen in Brasilien

15:02
17.12.2020
Die Zahl der Corona-Infektionen in Brasilien ist auf über sieben Millionen gestiegen. Bislang haben sich in dem größten Land Lateinamerikas nachweislich 7,04 Millionen Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Gesundheitsministerium in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Allein am Mittwoch wurden demnach 70 574 Neuinfektionen registriert - der höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie.

Bislang sind in Brasilien 183 735 Menschen im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 gestorben. Weltweit liegt Brasilien bei den Infektionen an dritter Stelle hinter den USA und Indien, bei den Todesfällen an zweiter Stelle hinter den Vereinigten Staaten. Die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro wehrte sich stets gegen harte Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, regionale Regelungen in einzelnen Bundesstaat wurden teilweise bereits wieder zurückgenommen.

Max Seidenfaden

Lauterbach fordert längeren Lockdown bis Inzidenzwert unter 25

14:53
17.12.2020
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine deutliche Verlängerung des Lockdowns über den 10. Januar hinaus - bis unter die Marke von 25 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. „Egal, wie lange das dauert“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ (Freitag). Nur dann bestehe ein ausreichendes Polster, damit die Gesundheitsämter mit der Kontaktverfolgung wieder hinterherkämen und nicht gleich der nächste Lockdown drohe.

„Dieser Lockdown ist der wichtigste in der gesamten Corona-Pandemie. An ihm wird sich die Bilanz im Umgang mit der Krise messen. Dieser Lockdown entscheidet darüber, wie viele Tote das Virus noch fordern wird“, betonte Lauterbach. Es sei bereits absehbar, dass der Lockdown bis zum 10. Januar nicht ausreichen werde, um auf den Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche zu kommen.

Max Seidenfaden