Letztes Update:
20201214170215

Andrang auf Geschäfte vor Schließung des Einzelhandels

11:09
14.12.2020
Zwei Tage vor der Schließung des Einzelhandels haben sich am Montag vor manchen Geschäften lange Schlangen gebildet. So viele Menschen hätten in den vergangenen Tagen nicht vor dem Eingang gewartet, sagte etwa eine Mitarbeiterin der Buchhandlung Thalia aus der Bremer Innenstadt. Da nicht mehr als 90 Kundinnen und Kunden in das Geschäft gelassen würden, habe sich eine lange Schlange auf dem Gehweg gebildet. Für den Andrang habe sie Verständnis und für das Geschäft sei er gut. Denn die Schließung werde hart. „Uns geht das ganze Weihnachtsgeschäft flöten.“

Der Handelsverband Niedersachsen-Bremen erwartet bis zur Schließung der Geschäfte am Mittwoch viele Menschen in den Innenstädten. „Der Handel versucht dem gerecht zu werden. Manche Betriebe haben ihre Öffnungszeiten erweitert“, sagte Hauptgeschäftsführer Mark Alexander Krack. Demnach wollen einige Läden bis in die späten Abendstunden öffnen, um den Kundenstrom zu entzerren. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte die Menschen am Sonntag aufgefordert, auf Last-Minute-Weihnachtseinkäufe in den Innenstädten zu verzichten. Als Alternative schlug er Gutscheine oder Bestellungen im örtlichen Einzelhandel vor.

Jan-Felix Jasch

Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen weiter auf hohem Niveau

10:19
14.12.2020
Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist weiterhin hoch. Das Landesgesundheitsamt meldete am Montag 597 neue bestätigte Fälle binnen eines Tages - das sind 40 mehr als am Montag der Vorwoche. Die Zahl der an oder mit Corona Verstorbenen stieg um 9 auf 1429. Den landesweiten Sieben-Tage-Wert gab das Gesundheitsamt mit 97,8 Infektionen pro 100 000 Einwohner an. Als kritisch für die Nachverfolgung der Kontakte gilt ein Wert von mehr als 50.

Die höchsten Sieben-Tage-Werte in Niedersachsen hatten am Montag die Landkreise Vechta (167,4), Cloppenburg (156,4), Holzminden (151,9), Osnabrück (151,9) und die Stadt Osnabrück (141,0).

Jan-Felix Jasch

Städtetag: Harter Lockdown belastet Innenstädte erheblich

10:17
14.12.2020
Der harte Corona-Lockdown in Deutschland ab Mittwoch führt aus Sicht des Deutschen Städtetags zu erheblichen Belastungen für die Innenstädte. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Probleme beim Einzelhandel in den Innenstädten seien älter als das Virus, sie hätten sich in diesem Jahr verschärft. „Deshalb stellt sich umso dringender die Frage, wie die Innenstädte attraktiver gestaltet werden können. Diese Debatte müssen wir im neuen Jahr zwischen allen Akteuren fortsetzen. Vorrang hat jetzt die finanzielle Hilfe für die Betroffenen, die Bund und Länder zugesagt haben. Sie muss schnell kommen.“

Zum Eindämmen der sich weiter stark ausbreitenden Corona-Pandemie wird das öffentliche und private Leben in Deutschland von Mittwoch an drastisch heruntergefahren. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Sonntag beschlossen, dass vom 16. Dezember bis zum 10. Januar der Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf schließen muss.

Jan-Felix Jasch