Zwei Tage vor der Schließung des Einzelhandels haben sich am Montag vor manchen Geschäften lange Schlangen gebildet. So viele Menschen hätten in den vergangenen Tagen nicht vor dem Eingang gewartet, sagte etwa eine Mitarbeiterin der Buchhandlung Thalia aus der Bremer Innenstadt. Da nicht mehr als 90 Kundinnen und Kunden in das Geschäft gelassen würden, habe sich eine lange Schlange auf dem Gehweg gebildet. Für den Andrang habe sie Verständnis und für das Geschäft sei er gut. Denn die Schließung werde hart. „Uns geht das ganze Weihnachtsgeschäft flöten.“
Der Handelsverband Niedersachsen-Bremen erwartet bis zur Schließung der Geschäfte am Mittwoch viele Menschen in den Innenstädten. „Der Handel versucht dem gerecht zu werden. Manche Betriebe haben ihre Öffnungszeiten erweitert“, sagte Hauptgeschäftsführer Mark Alexander Krack. Demnach wollen einige Läden bis in die späten Abendstunden öffnen, um den Kundenstrom zu entzerren. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte die Menschen am Sonntag aufgefordert, auf Last-Minute-Weihnachtseinkäufe in den Innenstädten zu verzichten. Als Alternative schlug er Gutscheine oder Bestellungen im örtlichen Einzelhandel vor.