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20201211074702

Charité-Chef Kroemer warnt: Die Lage ist sehr angespannt

07:23
11.12.2020
Der Vorstandsvorsitzende der Berliner Charité, Heyo K. Kroemer, hat vor einer Überlastung der Krankenhäuser gewarnt. Die Lage in der Charité sei noch beherrschbar, aber sehr angespannt, sagte Kroemer am Donnerstagabend in den ARD-„Tagesthemen“. „Von den insgesamt 442 Intensivbetten der Charité sind 129 mit Intensivpatienten belegt, die Covid-positiv sind. Davon werden etwa 70 Prozent beatmet“, sagte der Vorstandschef. „Wir sind schon sehr bald an der Grenze des Machbaren. Diese Covid-Patienten müssen sehr intensiv pflegerisch und ärztlich betreut werden.“

Für die Versorgung der Covid-19-Patienten seien viele Ärzte und Pfleger von anderen Stationen abgezogen worden. Eine Reihe anderer Aufgaben sei dadurch nicht mehr möglich. „Wir haben etwa unser operatives Programm auf 65 Prozent der Normalzahlen herunterfahren müssen“, sagte Kroemer.

Max Seidenfaden

US-Expertengremium spricht sich für Biontech/Pfizer-Impfstoff aus

06:48
11.12.2020
Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und von dessen US-Partner Pfizer ausgesprochen. Bei dem per Video-Schalte abgehaltenen Treffen am Donnerstag stimmten 17 der Fachleute für die Zulassung, vier votierten dagegen. Es gab eine Enthaltung. Eine endgültige Entscheidung über die Notfallzulassung obliegt der FDA. Meistens folgt die Behörde den Empfehlungen der Experten. Die US-Firma Moderna hat ebenfalls bereits eine Notfallzulassung der FDA beantragt, darüber will das Expertengremium am kommenden Donnerstag diskutieren.

Max Seidenfaden

Kekulé und Lauterbach fordern Gesangsverbot in Kirchen an Weihnachten

06:30
11.12.2020
Der Virologe Alexander Kekulé und der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordern für die Weihnachtsfeiertage ein Gesangsverbot in allen Kirchen. Der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Uniklinik Halle sagte dem Magazin „Focus“: „Wenn in einer Kirche alle Masken aufhaben und maximal eine Person pro fünf Quadratmeter im Raum ist, sind Gottesdienste an Weihnachten vertretbar. Aber nur, wenn nicht gesungen wird! Sonst haben wir zu viele Aerosole.“ Kekulé fügte hinzu: „Auch das gemeinsame Glaubensbekenntnis oder das „Vater unser“ muss still sein - maximal das „Amen“ zum Ende ist in Ordnung.“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lauterbach betonte ebenfalls: „Für Kirchbesuche muss es klare Regeln geben. Die Abstände und Hygiene-Regeln müssen streng eingehalten werden. In der Kirche darf nicht gesungen werden. Zudem müssen alle eine Maske tragen.“ Lauterbach schlug im „Focus“ zudem vor, dass die Kirchen für alle Gottesdienstbesucher FFP2-Masken bereithalten. Finanziert werden können dies durch eine Kollekte.

Max Seidenfaden