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Corona-Schnelltests für die Feiertage / Große Nachfrage bei Corona-Test-Points in Köln, Düsseldorf und Hamburg

10:49
08.12.2020
Viele Menschen möchten trotz Corona während der Weihnachtsfeiertage ihre Liebsten treffen. Gleichzeitig macht das Infektionsrisiko große Sorgen. Eine Möglichkeit sich und andere zu schützen, stellen Antigen-Schnelltests dar, denn sie reagieren, wenn die Gefahr einer Ansteckung besonders hoch ist. „Ich glaube, dass diese Antigen-Tests ein ganz wichtiges neues Werkzeug in der Bekämpfung der Pandemie sind“, sagt der Virologe Christian Drosten, im NDR Info Podcasts „Das Coronavirus-Update“. Gleichzeitig weisen Mediziner darauf hin, dass die Schnelltests eine Momentaufnahme darstellen und es daher am wirksamsten ist, wenn der Test möglichst aktuell ist.

Für 37,80 EUR kann man den Schnelltest beim Corona-Test-Point auf der Schildergasse in Köln, am Standort Düsseldorf in der Grabenstaße oder in Hamburg, Spitalerstraße, machen. Auch an den Weihnachtstagen haben die Test-Points jeden Tag für ein paar Stunden geöffnet. „Der Ansturm auf die Termine ist so groß, dass wir die Buchungsfenster noch erweitern werden“, sagt Dr. Anke Müller-Peters vom Corona-Test-Point.

„Vor dem Besuch des Testzentrums buchen die Testpersonen online auf www.corona-test-point.de einen Termin. „So vermeiden wir Menschenansammlungen und Warteschlagen und schützen Team und Testpersonen vor Ansteckung“, erklärt Müller-Peters.

In Kooperation mit dem medizinischen Fachlabor Dr. Quade werden außerdem PCR-Tests angeboten, welche derzeit z.B. für die Einreise auf den Kanaren verlangt werden.

Die Corona-Test-Points werden von der SMARTmed-Test GmbH betrieben. SMARTmed-Test wurde zu Beginn der Pandemie von einer Gruppe aus Ärzten, Unternehmern und IT-Experten gegründet, um medizinisch anerkannte Corona-Tests für Unternehmen und Privatpersonen einfach und günstig zugänglich zu machen. Zu den bisherigen Standorten in Köln, Düsseldorf und Hamburg kommen in Kürze die Standorte München (Stachus) und Berlin (Steinplatz). Im Rheinland ist zudem ein mobiles Testzentrum im Einsatz.

Maria Sandig

DIW-Studie: Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung wirkt

08:31
08.12.2020
Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung zur Abfederung der Corona-Krise zeigt einer Studie zufolge Wirkung. Es stabilisiere bereits jetzt die Wirtschaftslage und dürfte mittelfristig das Wachstum anschieben, heißt es in einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des Finanzministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die schwarz-rote Koalition hatte sich im Sommer auf ein mehr als 130 Milliarden Euro schweres Paket unter anderem mit geringerer Mehrwertsteuer, Hilfen für Kommunen und Zuschüssen für Familien verständigt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung dadurch in diesem Jahr um 1,3 und im kommenden Jahr um 1,5 Prozent höher liegt als in einem Szenario ohne Konjunkturpaket.

Die Bundesregierung geht derzeit davon aus, dass die deutsche Wirtschaft 2020 deutlich schrumpft, im kommenden Jahr aber wieder Fahrt aufnimmt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht für 2020 von einem Einbruch um 5,5 Prozent aus. Dieser wäre mit der historischen Rezession 2009 infolge der globalen Finanzkrise vergleichbar. Damals wurde ein Minus von 5,7 Prozent verzeichnet.

Nach Einschätzung des DIW wird das Konjunkturpaket vor allem mittelfristig helfen. Zwar ziele der Großteil der Maßnahmen wie Überbrückungshilfen und Subventionen darauf ab, Unternehmen kurzfristig zu entlasten. Doch rentiere sich das Programm durch Investitionen in Höhe von rund 45 Milliarden Euro vor allem in den Jahren bis 2024. Bis dahin generiere ein Euro öffentliche Mehrausgabe rund 1,1 Euro zusätzliche Wirtschaftsleistung. Auch wenn die finanzpolitischen Maßnahmen selbst ausliefen, wirke das Konjunkturprogramm durch die längerfristigen Investitionen nach.

Die Wissenschaftler weisen allerdings darauf hin, dass die Corona-Pandemie die Effekte des Konjunkturprogramms in den kommenden Monaten reduzieren könnte, etwa, wenn die Infektionen weiter steigen und das öffentliche Leben wieder stärker eingeschränkt werden muss.

Maria Sandig