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20201207162106

Lettland: Kaum vorbereitet auf die zweite Corona-Welle

10:57
07.12.2020
Zu den steigenden Neuinfektionen in Lettland und dem Umgang der Regierung in Riga mit dem Coronavirus meint die lettische Tageszeitung „Neatkariga Rita Avize“ am Montag:

„Zwischen der Welle im Frühjahr und der jetzigen Welle gab es ein Meer an Zeit, um alles zu durchzudenken, vorzubereiten, zu kaufen, bereitzustellen, zu beschaffen. Es bestand nicht die Illusion, dass Covid-19 für immer an Lettland vorbeigehen wird. Wir dachten alle mit unseren naiven Verstand, dass die hochprofessionellen Menschen sich in dieser Zeit nicht ausruhen und alles tun, um vorbereitet zu sein. Aber es stellt sich heraus, dass nicht viel getan wurde.“  

Maria Sandig

Sachsen will Corona-Regeln weiter verschärfen

10:41
07.12.2020
Sachsen erwägt angesichts hoher Corona-Infektionszahlen weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Weitere Maßnahmen seien erforderlich, deswegen werde sie es auch geben, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag nach einem Gespräch mit den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern in Dresden. Konkrete Schritte würden aber zunächst im Kabinett und Parlament sowie im Einvernehmen mit der kommunalen Ebene und der Wirtschaft beraten.

„Die Zahlen haben sich anders entwickelt, als es notwendig ist“, betonte der Regierungschef. Deshalb müsse man handeln, um die medizinische Versorgung zu sichern. Laut Kretschmer sollen die Maßnahmen für alle Bürger kalkulierbar sein und mit einem entsprechenden Vorlauf verkündet werden. Man müsse über Schule und Kindergärten sprechen, möglicherweise auch über andere Punkte, sagte Kretschmer. Als Beispiel nannte er Pflegeheime. Für Besuche könnte fortan ein Schnelltest die Voraussetzung sein.

Maria Sandig

Hamburg plant bislang keine schärferen Corona-Regeln zu Weihnachten

10:38
07.12.2020
In Hamburg sind trotz zuletzt wieder leicht steigender Infektionszahlen zunächst keine Verschärfungen der Corona-Regeln an den Weihnachtstagen wie in Bayern geplant. „Wir haben in den letzten zwei Wochen in Hamburg einen Rückgang der Infektionszahlen gesehen. Jetzt in den letzten Tagen allerdings nicht mehr. Insofern hoffe ich, dass wir unsere Strategie fortsetzen können und nicht zu neuen Maßnahmen greifen müssen“, sagte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Sonntagabend dem ZDF „Heute Journal“. Solche Regeln für den Katastrophenfall wie sie nun in Bayern in Kraft getreten sind, gebe es allerdings auch in Hamburg.

Er setze dagegen zunächst auf die Vernunft der Bürger und nicht auf strengere Regeln. „Wir müssen eben vor allem an Vernunft appellieren, wir müssen ein solidarisches Miteinander in dieser Krise aufrecht halten.“ Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern habe sich Deutschland bislang gut geschlagen, so Tschentscher weiter. Sollten die Corona-Zahlen allerdings nicht deutlich sinken, müsse aber natürlich auch hierzulande reagiert werden. „Wenn es nicht anders geht, müssen wir drastische Maßnahmen ergreifen. Aber wir müssen auch bedenken, dass wir das durchhalten müssen für eine längere Zeit. Und deswegen will das sehr wohl abgewogen sein.“

Mehrere Politiker von Bund und Ländern fordern härtere Beschränkungen für Hotspots mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen. Das bayerische Kabinett hatte am Sonntag neue Maßnahmen beschlossen. Auch ein weiteres Treffen von Bund und Ländern noch vor Weihnachten steht im Raum. Bislang ist eine neue Ministerpräsidentenkonferenz für den 4. Januar geplant.

Maria Sandig