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20201203161902

Jedem Zweiten sind Eintrittskarten als Weihnachtsgeschenk zu riskant

15:38
03.12.2020
Die Hälfte der Menschen in Deutschland (50 Prozent) will laut einer Umfrage zu Weihnachten keine Eintrittskarten verschenken - weil ihnen das wegen der Corona-Pandemie zu riskant ist. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Instituts YouGov, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Nur 5 Prozent gaben an, auf jeden Fall Eintrittskarten oder Gutscheine für Konzerte, Lesungen, Sportveranstaltungen oder andere Events zu verschenken. 4 Prozent sagten, dass sie dies nur für Veranstaltungen ab der zweiten Hälfte des Jahres 2021 tun werden. 32 Prozent machen demnach grundsätzlich keine solchen Geschenke. Die jüngsten Befragten im Alter von 18 bis 24 Jahren sagten am seltensten, dass es ihnen zu unsicher sei (28 Prozent, gegenüber 56 Prozent der Befragten im Alter von 35 bis 44 Jahren).

Wegen der Pandemie sind Veranstaltungen wie etwa Konzerte oder Theater-Aufführungen in Deutschland bis mindestens 10. Januar 2021 untersagt.

Sarah Haferkamp

Bildungsgewerkschaft GEW sieht Selbsttests an Schulen zwiespältig

15:07
03.12.2020
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) betrachtet die Debatte über eigenständige Corona-Schnelltests an Schulen und Kitas mit gemischten Gefühlen. Die Vorschläge von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) könnten helfen, die Corona-Testung zu vereinfachen, sagten die für Schule und Kita zuständigen GEW-Vorstandsmitglieder Ilka Hoffmann und Björn Köhler am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Der freie Zugang zu den Tests ist aber kein Ersatz für die Hygiene- und Gesundheitsschutzregeln, die das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt“, fügten sie hinzu. Tests schützten nicht vor Infektionen.

Die Gewerkschaft fordert seit langem, dass an den Schulen RKI-Empfehlungen befolgt werden, wonach bei einer sogenannten 7-Tage-Inzidenz von 50 - also bei 50 und mehr nachgewiesenen Neuansteckungen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche in einer Region auf geteilte Klassen und Wechselunterricht umgestellt wird. Die Bundesländer sehen das nach einem gemeinsamen Beschluss von Ende November erst ab einer Inzidenz von 200 als Möglichkeit vor.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums können Kitas und Schulen ab diesem Freitag eigenständig Corona-Schnelltests beziehen und auch nutzen. Grundlage dafür seien eine in Kraft tretende Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung und die kürzlich beschlossenen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes, wodurch der Arztvorbehalt bei Schnelltests entfallen sei. Allerdings müssen die Tests nach Ministeriumsangaben durch entsprechend geschultes Personal erfolgen.

Sarah Haferkamp